neunerhaus - Hilfe für obdachlose Menschen
Margaretenstraße 166/1.Stock | A-1050 Wien
Tel. +43 1 990 09 09 900 | verein(at)neunerhaus.at

Was uns wichtig ist

Großgeschrieben: Selbstbestimmung und Partizipation

Einbeziehung der Betroffenen
Von Anfang an war es dem neunerhaus  wichtig, dass die betroffenen Menschen selbst bei der Erstellung des Wohnkonzepts eingebunden werden. Im Gespräch wiesen sie immer wieder auf die zum Teil schweren Missstände in bestehenden Obdachloseneinrichtungen hin. Lieber auf der Straße leben, als in solchen meist restriktiven Einrichtungen, so der Tenor.

Als private Initiative war es dem neunerhaus möglich, Verbesserungsvorschläge der Betroffenen und auch von SozialarbeiterInnen, die mit obdachlosen Menschen arbeiten, in sein Konzept zu integrieren. Das Ergebnis ist, dass die BewohnerInnen im neunerhaus ein Zuhause gefunden haben, das diesen Namen auch wirklich verdient.

Druck bringt wenig
Im neunerhaus finden die Betroffenen ausreichend Zeit, sich wieder an das Leben in einer eigenen Wohnung zu gewöhnen. Zeitdruck trägt nicht dazu bei, dass ein Mensch sein Leben wieder in den Griff bekommt. Die Sicherheit eines fixen Wohnplatzes ist hingegen förderlich.

Rechte...
Die BewohnerInnen können ihren Lebensraum frei gestalten, ein eigener Wohnungsschlüssel garantiert ihre Privatsphäre. Alkohol ist im Unterschied zu vielen anderen Einrichtungen im neunerhaus erlaubt, auch BesucherInnen können jederzeit empfangen werden. Es steht den BewohnerInnen zudem frei, sich die Wohnung mit ihrem/r PartnerIn oder auch Haustieren zu teilen.

...und Pflichten
Im neunerhaus zahlen die BewohnerInnen Miete. Einerseits, damit sie das Gefühl haben, dass die Wohnung wirklich ihre ist. Andererseits, um einen Lernprozess einzuleiten. Immerhin wurden sie deshalb delogiert, weil sie ihre Miete nicht gezahlt haben.

 
Pilotprojekt Housing First
So war es auch naheliegend, dass das neunerhaus 2012 „Housing First“ nach Wien gebracht hat: Ein international erfolgreicher Ansatz in der Obdachlosenhilfe, bei dem Betroffene direkt in eine eigene Wohnung vermittelt werden und zusätzlich dazu einen sozialarbeiterischen Betreuungsvertrag mit dem neunerhaus abschließen. Wir setzen Vertrauen in unsere KlientInnen. Denn: Wohnen ist ein Grundrecht. Nur weil jemand arm ist, heißt das noch lange nicht, dass man über seinen Kopf hinweg entscheiden kann.

Gesundheit ist die halbe Miete…
Mit unserem medizinischen Angebot schließen wir die Lücke im Gesundheitssystem für obdachlose Menschen und ermöglichen die Wiederteilnahme von wohnungslosen Menschen am Regelgesundheitssystem. Wir durchbrechen den Teufelskreis Wohnungslosigkeit – Krankheit – Wohnungslosigkeit.

Dazu ist es notwendig, das Sozial- und Gesundheitssystem genauso wie soziale Arbeit und medizinische Versorgung miteinander zu verknüpfen: Denn wer sich um seine Gesundheit kümmert, lernt, sich auch wieder um sein Leben zu kümmern.

Was mir gegen den Strich geht

Foto: Sabine Hauswirth. Markus Reiter, neunerhaus Geschäftsführer, Obdach. Und mehr., neunerhaus Obdachlosenhilfe Wien

Markus Reiter, neunerhaus Geschäftsführer, im Gespräch über Struktur, Beton und Baustellen im Sozialsystem: "Wir setzen in der Wohnungslosenhilfe auf Selbstbestimmung und Fördern statt auf Zwänge und vorgegebene Strukturen. Wir begegnen den Menschen auf Augenhöhe und beginnen jede Hilfe mit Vertrauen - und mit bedingungsloser Unterstützung."

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