Das Recht auf Selbstbestimmung und Mitgestaltung des Lebensraums nehmen im Konzept des neunerHAUS eine wichtige Position ein.
Einbeziehung der Betroffenen
Von Anfang an war es der Initiative wichtig, dass die betroffenen Menschen selbst bei der Erstellung des Wohnkonzepts eingebunden werden. Im Gespräch wiesen diese immer wieder auf die zum Teil schweren Missstände in bestehenden Obdachloseneinrichtungen hin. Lieber auf der Straße leben, als in solchen meist restriktiven Einrichtungen, so der Tenor.
Als private Initiative war es dem Verein möglich, Verbesserungsvorschläge der Betroffenen und auch von SozialarbeiterInnen, die mit Obdachlosen arbeiten, in sein Konzept zu integrieren. Das Ergebnis ist, dass die BewohnerInnen im neunerHAUS ein Zuhause gefunden haben, das diesen Namen auch wirklich verdient.
Druck bringt wenig
Im neunerHAUS finden die Betroffenen ausreichend Zeit, sich wieder an das Leben in einer eigenen Wohnung zu gewöhnen. Zeitdruck trägt nicht dazu bei, dass ein Mensch sein Leben wieder in den Griff bekommt. Die Sicherheit eines fixen Wohnplatzes ist hingegen förderlich.
Rechte...
Die BewohnerInnen können ihren Lebensraum frei gestalten, ein eigener Wohnungsschlüssel garantiert ihre Privatsphäre. Alkohol ist im Unterschied zu vielen anderen Einrichtungen im neunerHAUS erlaubt, auch BesucherInnen können jederzeit empfangen werden. Es steht den BewohnerInnen zudem frei, sich die Wohnung mit ihrem/r PartnerIn oder auch Haustieren zu teilen.
...und Pflichten
Im neunerHAUS zahlen die BewohnerInnen Miete. Einerseits, damit sie das Gefühl haben, dass die Wohnung wirklich ihre ist. Andererseits, um einen Lernprozess einzuleiten. Immerhin wurden sie deshalb delogiert, weil sie ihre Miete nicht gezahlt haben.








