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Jeder Mensch hat das Recht auf ein menschenwürdiges Leben. Aber nicht jeder hat ein Zuhause. Gerade obdachlose Menschen leiden besonders zu dieser Jahreszeit unter Ausgrenzung und Einsamkeit. Daher ist es jetzt besonders wichtig, das Gefühl zu vermitteln: Wir sind für dich da, weil du wichtig bist. Unterstützen Sie uns bei der medizinischen Versorgung einer nichtversicherten Familie, spenden Sie ein warmes Essen und sozialarbeiterische Beratung im neunerhaus Café oder für die Heizkosten für einen Wohnplatz in einem der kalten Wintermonate.

Nach erfolgter Spende haben Sie die Möglichkeit sich eine personalisierbare Urkunde als Geschenk für ihre Liebsten herunterzuladen. HIER können Sie außerdem Ihre eigene Spendenaktion starten und Verwandte, Freund*innen oder Kolleg*innen zum gemeinsamen Spenden animieren.

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Wem wir helfen

"Hinfallen darf man, nur liegen bleiben, das darf man nicht."

Helmut B.: "Vor 20 Jahren bin ich abgestürzt. Nach drei schmerzhaften Trennungen waren auch gleichzeitig mein Job und meine Dienstwohnung weg. Ich bin auf der Straße gelandet, habe angefangen zu trinken. Geschlafen habe ich im Gebüsch auf der Donauinsel, auf Baustellen oder am WC vom Stephansplatz. Das war mein Tiefpunkt.

Dann hat neunerhaus sein erstes Wohnhaus in der Hagenmüllergasse eröffnet. Das war meine letzte Rettung. Sie können sich gar nicht vorstellen, was das für mich bedeutet hat…Ich bin neunerhaus über all die Jahre verbunden geblieben. Immer wenn es irgendwie geht, überweise ich Spenden. Viel kann ich nicht geben. Aber vielleicht kann ich Sie ja mit diesen Zeilen ermutigen, es mir gleich zu tun?"

"Ich hab‘ meine Frau verloren, meine Wohnung verloren, ich war am Ende.“

Siegfried P. ist elf Jahre alt, als er zum ersten Mal obdachlos wird. Er rutscht ab, gerät auf die schiefe Bahn. Nach einem Gefängnisaufenthalt kommt er wieder auf die Beine. Er findet eine Arbeit, eine Wohnung, lernt seine Frau kennen. Doch dann stirbt sie – und er verliert wieder den Halt. Wieder auf der Straße zieht Siegfried P. von Notschlafstelle zu Notschlafstelle.

Heute wohnt der 43-Jährige mit seiner Hündin Kira in einer kleinen Wohnung von neunerhaus. „Das Leben auf der Straße kenn ich in- und auswendig. Von den schönen Seiten habe ich bisher noch nicht viel gesehen. Ich bin auf einem super Weg und das freut mich total!“


"Ich habe mich sehr verlassen gefühlt, verlassen auch von mir selbst."

Mit zehn Jahren zog Slavica R. mit ihren Eltern aus Serbien nach Wien. Sie macht hier ihren Abschluss und findet Arbeit bei einer Metallfirma. „Ich habe damals bei meinem Freund gelebt. Aber dann wurde ich schwanger und habe das Kind verloren.“ erzählt sie. Zwei Jahre blieb sie noch bei ihrem Freund. „Aber als er gewalttätig wurde, habe ich ihn verlassen.“ Es war das erste von mehreren Malen, dass Slavica R. wohnungslos wurde.

Heute lebt Slavica im neunerhaus Hagenmüllergasse und arbeitet wieder. Mit Job und Wohnung kam auch die Hoffnung auf eine positive Zukunft zurück. "Wenn ich etwas brauche, ist meine Betreuerin da. Sie unterstützt mich. Seit ich hier bin, geht es mir gut."




Wie hilft neunerhaus?

Wir beraten in akuten Problemlagen, vermitteln Wohnungen, damit Betroffene wieder einen geschützten Ort zum Ankommen haben und bieten medizinische Versorgung, damit Verletzungen heilen können. Aber wir wissen auch, dass es fürs Gesundwerden mehr braucht als nur einen Verband: das Gefühl, mit allen Ängsten und Sorgen und der eigenen Geschichte ernst genommen zu werden, eine Begegnung auf Augenhöhe und eine Beziehung, die auf Menschlichkeit und Verständnis basiert.

Gemeinsam entwickeln wir Perspektiven und zeigen damit: Obdach- und Wohnungslosigkeit ist eine Phase, die ein Ende hat. Wir setzen uns gegen die Stigmatisierung obdach- und wohnungsloser Menschen ein und arbeiten an innovativen Lösungen für Hilfe, die nachhaltig ihr Leben verbessert und unsere Gesellschaft inklusiver macht.  

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Die Menschen bei neunerhaus

Johanna Gabriel

Kursleitung am neunerhaus Peer Campus

Ich finde es sinnvoll, ehemalige Nutzer*innen auszubilden, damit sie dann angestellt in der Wohnungslosenhilfe arbeiten können. Da ist so viel Potential, das oft nicht gesehen wird, weil meist das Bildungswissen so im Vordergrund steht. Bei uns im Kurs wird deutlich, dass das Erfahrungswissen ein wichtiges Element ist. Die Gruppen im Kurs sind sehr vielfältig: unterschiedlichste Geschichten, unterschiedlichste Lebensläufe, unterschiedlichste Gründe, wieso Menschen wohnungslos werden.

Carmen Ploch

Peer in der Praxis Psychische Gesundheit

Wir alle haben Probleme und unsere eigenen Packerl zu tragen. Ob das jetzt der super adrette Geschäftsmann ist oder ob das die obdachlose Frau ist, am Ende sind wir alle homo sapiens. Die Sache ist: Wenn man eine Krise hat, hat man die in dem Moment und nicht in drei Wochen. Als es mir nicht gut ging und ich selbst wohnungslos war, hätte ich mir eine Art aufsuchende psychologische Beratung gewünscht – einfach jemanden, der*die mich ab und zu fragt, wie es mir geht. Heute mache ich als Peer genau das: Ich bin da und habe Zeit zum Reden.

Arne Friedrichs

Facharzt für Psychiatrie bei neunerhaus

Wenn man sich die Lebensgeschichten von den Leuten anhört, dann gibt es fast immer irgendwelche schwerwiegenden Ereignisse – schwere Krankheit schon in frühen Jahren, Unfälle, Verletzungen, irgendwelche Traumata, Menschen aus schwierigen Familienverhältnissen oder auch ohne Familien – als Waisen. Ganz ohne Grund, glaube ich, landet niemand auf der Straße.


Ihre Spende für obdach- und wohnungslose Menschen

Spendenkonto RAIFFEISEN
Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien AG
IBAN: AT25 3200 0000 0592 9922
BIC: RLNWATWW

Spendenkonto ERSTE BANK
Erste Bank Österreich
IBAN: AT38 2011 1284 3049 1706
BIC: GIBAATWWXXX