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»Das Beste für meine Kinder«

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Hoffnung schöpfen: Bettina K., 27 Jahre, hat nach einer Trennung für sich und ihre Kinder ein neues Zuhause gefunden.

„Vor drei Jahren bin ich in einer Nacht- und Nebelaktion nach Wien gekommen. Ich musste so schnell wie möglich weg aus Niederösterreich. Ich habe mich vom Vater meiner beiden Kinder getrennt, es gab einfach nur noch Stress und Streit.

Eine Freundin hat mich damals mitten in der Nacht abgeholt und bei sich in der Wohnung aufgenommen. Die ist zwar nicht klein, aber sie waren selbst schon vier Personen. Und so waren wir plötzlich zu siebt. Ich habe mit meinen Söhnen im Wohnzimmer gelebt. Der Jüngere war gerade ein paar Monate alt. Meine Freundin hatte keine Privatsphäre mehr. Sie arbeitet in der Gastronomie, kommt oft erst spät zurück nach Hause. Sie musste dann immer besonders leise sein, weil wir im Wohnzimmer geschlafen haben. Es war alles viel zu eng, eine Katastrophe. Kinder brauchen doch ein eigenes Zimmer!

Mit der Wohnungssuche klappte es aber einfach nicht. Ich bekam nur Ablehnungen. Wir waren dann kurz in einer Einrichtung für wohnungslose Menschen. Von dort wurde ich an neunerhaus weiter vermittelt. Die Sozialarbeiterin hat mit mir geschaut, wie es weiter gehen kann, vor allem, wie wir in eine eigene Wohnung kommen können. Das war im November 2019. Im Juni sind wir eingezogen. Wegen Corona hat es sich etwas verschoben. Als meine Kinder die Wohnung zum ersten Mal gesehen haben, haben sie sich sehr gefreut, vor allem auf ihr eigenes Zimmer. Sie fühlen sich sehr wohl. Der Kindergarten ist auch nur 15 Minuten zu Fuß entfernt.

Die Kinder werden jetzt vier und fünf Jahre alt. Ich wünsche mir, dass sie besser sind in der Schule als ich. Ich war keine gute Schülerin. Sie sollen auch brav arbeiten gehen. Für meine Kinder will ich nur das Beste. Sie sollen ein schöneres Leben haben. Ich habe einen Kurs abgeschlossen, damit ich im Einzelhandel arbeiten kann. Bis ich eine fixe Stelle habe, helfe ich in der Pizzeria meiner Freundin aus, die uns aufgenommen hatte. Wir sind bei ihr immer willkommen, sagt sie. Aber unsere eigenen vier Wände zu haben, ist schon etwas anderes. Hier hat meine Familie wieder ein Zuhause.“

Jung & wohnungslos

Bettina K. war in ihrem bisherigen Leben vor viele Herausforderungen gestellt – doch sie ist kein Einzelfall. neunerhaus ermöglicht ein Zuhause, das seinen Namen auch verdient und begleitet mit Beratung in ein selbstbestimmtes Leben.

Wer neunerhaus mit einer Spende unterstützt, hilft ungen Menschen beim Start in ein eigenständiges Leben!


Fotos: (c) Christoph Liebentritt

Dieser Beitrag erschien erstmals im Magazin neuner News #42.

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