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Das eigene Tier zurücklassen – für viele keine Option!

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‚du bist wichtig‘ gilt bei neunerhaus für Mensch und Tier – natürlich auch für jene aus der Ukraine. 

Viele Menschen, die aufgrund des Krieges in der Ukraine nach Wien gekommen sind, haben neben ihrem wichtigsten Hab und Gut auch ihre vierbeinigen Begleiter mit dabei. Das eigene Tier zurückzulassen war für viele keine Option. Das spüren wir in der neunerhaus Tierärztlichen Versorgung: Pro Öffnungstag werden hier durchschnittlich zehn Tiere aus der Ukraine versorgt. "Es gab auch schon Tage, an denen es 25 waren", erzählt Sandra Dressel, organisatorische Leitung der neunerhaus Tierärztlichen Versorgung.

Neben den Tieren aus der Ukraine werden nach wie vor auch die vierbeinigen Schützlinge obdach- und wohnungsloser Menschen versorgt. Michael ist einer von ihnen. Er kommt schon seit vielen Jahren mit seinem 15-jährigen Schäfermischling Jerry in die neunerhaus Tierärztliche Versorgung. Es störe ihn nicht, dass er momentan länger warten muss, sagt er. Ihm sei wichtig, dass alle Hilfe bekommen, die sie brauchen. Auch für uns ist klar: In der neunerhaus Tierärztlichen Versorgung soll jedes Tier Hilfe bekommen, denn aus Erfahrung wissen wir: Tiere geben Halt und spenden Trost. „Gerade in schwierigen Zeiten sind Tiere für viele Menschen besonders wichtig“, betont Eva Wistrela-Lacek, tierärztliche Leitung der neunerhaus Tierärztlichen Versorgung.

Aktuell spürt das Team, dass das Angebot an seine Kapazitätsgrenzen gerät.  Neben der höheren Anzahl der zu versorgenden Tiere stellt vor allem der organisatorische Mehraufwand das Team vor eine Herausforderung. Vor der Tierärztlichen Versorgung stehen an den Öffnungstagen Menschen Schlange. Im Wartezimmer klingelt pausenlos das Telefon; die Fragen reichen von sehr spezifischen Verletzungen bis hin zu Reisebestimmungen und Voraussetzungen für einen Aufenthalt in Österreich.

Auch heute ist im Wartebereich der Tierärztlichen Versorgung einiges los. Ein Spitz namens Zoltan ist einer der vierbeinigen Patienten. Bei einem Bombenanschlag hat er Splitter ins Auge bekommen. In Ungarn wurde er operiert und kam zur Nachversorgung zu neunerhaus. Neben der „Grundversorgung“ mit Impfung und Chip behandeln die Tierärzt*innen derzeit hauptsächlich posttraumatische Belastungsstörungen und durch den Stress erzeugte Verdauungsprobleme. Heute ist auch ein Foxterrier namens Chip in der Tierärztlichen Versorgung. Er ist stark traumatisiert, nachdem er drei Wochen mit seinem Frauchen, einer älteren Dame, in einem Keller verbrachte bis sie gemeinsam gerettet wurden. Im Wartezimmer erzählt ein Herr sichtlich besorgt, dass sein Hund seit fast vier Wochen durchgehend zittert. Er ist als nächstes dran.

Anastasiia ist schon zum zweiten Mal mit Kukla hier. Die Hündin kam vor zwei Wochen mit einer Ohrenentzündung in die neunerhaus Tierärztliche Versorgung. Heute ist sie nur zur Kontrolle hier. Anastasiia ist sehr dankbar, dass sie so rasch Hilfe bekommen hat. Tieren zu helfen und die Dankbarkeit ihrer Besitzer*innen zu spüren, gibt dem Team vor Ort Kraft in dieser herausfordernden Zeit. Um das Angebot der Tierärztliche Versorgung auch in Zukunft aufrecht erhalten zu können, sind wir auf Spenden angewiesen. Derzeit werden diese vor allem für den Mehrbedarf an notwendigen Medikamenten gebraucht.

Bitte unterstütze uns, damit wir auch weiterhin die Versorgung aller Tiere sicherstellen können!

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Fotos © Christoph Liebentritt und neunerhaus

 

 

 

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