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Ein Königreich für einen Hund

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Kleine Begleiterin: neunerhaus Bewohnerin Romana J. erzählt von ihrem Leben bei neunerhaus mit vierbeiniger Mitbewohnerin.

„Ich liebe Tiere“, sagt Romana J., „außer Spinnen vielleicht“. Neben ihr wedelt Hündin Charlien mit dem Schwanz und blickt sie bestätigend an. Das Chihuahua-Weibchen ist zehn Monate alt. „Für mich ist sie die Königin“, sagt die 53-jährige. „Sie gibt mir Kraft und Halt.“

Hündin Charlien steht für Romana J. auch für das Ende ihrer schweren Zeit der Wohnungslosigkeit. Kurz nachdem Romana J. ins neunerhaus Kudlichgasse gezogen war, brachte sie ihr Vater als Geschenk vorbei. Sie brauche eine Beschäftigung, so seine Begründung. „Dabei habe ich immer was zu tun“, sagt sie lachend.

Bei neunerhaus sind Tiere erlaubt

Es war vor zwei Jahren, als ihr Lebensgefährte die Wohnung verlor. Beide standen plötzlich auf der Straße. Es folgte ein Jahr Obdachlosigkeit, in dem Romana J. viel erleben musste. Schließlich erhielt sie einen Platz im neunerhaus Kudlichgasse. Hier sind Tiere erlaubt, Besuch erwünscht – und Privatsphäre eine Selbstverständlichkeit. „Hier fühle ich mich richtig wohl“, sagt Romana J. Durch eine Krankheit ist sie in ihrer Bewegung eingeschränkt, daher war es ein besonderes Glück, dass eine Wohnung im Erdgeschoß frei war. „Das ist super, so sind es nur ein paar Schritte nach draußen.“ Mit Hündin Charlien gehört regelmäßige Bewegung nun zu ihrem Alltag.

Chihuahuas: Klein, aber mit Kampfgeist

Gleich nachdem sie die kleine Hündin bekam, war sie mit ihr in der neunerhaus Tierärztlichen Versorgung. „Ohne die Unterstützung könnte ich mir die Hündin nicht leisten“, erzählt sie. „Die Tierärztin nahm sich viel Zeit und hat nicht nur meinen Hund behandelt, sondern mir auch erklärt, auf was ich bei der Haltung und Ernährung achten soll“, so Romana J. „Chihuahuas werden von vielen unterschätzt, weil sie so klein sind“, erklärt die Hundebesitzerin. „Aber sie haben viel Kampfgeist. Das gefällt mir.“ Hunde seien oft die besseren Begleiter als Menschen. „Sie verstellen sich nicht, sind immer ehrlich. Und sie merken genau, wenn es ihren BesitzerInnen mal nicht so gut geht.“ Aber, fügt Romana J. hinzu, das komme bei ihr zum Glück mittlerweile selten vor.

Fotos: (c) David Martinez

  
 

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>> Dieser Beitrag erschien erstmals in neuner News #39 – dem Magazin von neunerhaus.
 

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