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Gesundheitsversorgung darf keine Glückssache sein.

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Viele obdachlose und nichtversicherte Menschen haben keinen Zugang in das Gesundheitssystem. neunerhaus hilft. Unterstützen Sie uns dabei!

Eine Arztpraxis aufsuchen zu können, wenn man krank ist: Für die meisten ist das eine Selbstverständlichkeit. Österreich ist ein Sozialstaat, medizinische Versorgung ein Menschenrecht. Dennoch: Mitten in diesem Land leben Menschen, die nicht wissen, wohin sie gehen sollen, wenn sie oder ihre Kinder krank sind oder Schmerzen haben. Manche deshalb, weil sie obdach- oder wohnungslos sind, sich im System nicht (mehr) zurechtfinden, sich schämen oder Angst vor Stigmatisierung haben. Andere deshalb, weil sie keine Krankenversicherung und Angst vor anfallenden Kosten haben. (Blogbeitrag: "Nicht krankenversichert in Österreich: Wie kann das sein?")

Wer ist betroffen?

Es sind Menschen mit österreichischer Staatsbürgerschaft genauso wie EU-BürgerInnen. Menschen, die seit Jahrzehnten in Österreich arbeiten, aber von ihren ArbeitgeberInnen nicht angemeldet wurden, genauso wie Menschen, die nicht arbeiten können; obdachlose Menschen genauso wie Menschen mit einem Zuhause; Menschen, die nach einer abgebrochenen Ausbildung durch das soziale Netz fallen oder die nach dem Tod eines Angehörigen oder einem anderen Schicksalsschlag ihre Ansprüche verloren haben.

Dazu zählt Andreas L., der auf der Straße lebte, an handflächengroßen offenen Wunden litt und sie aus Scham lange nicht behandeln ließ.

Dazu zählt Frau R., deren Familie während des Wartens auf den positiven Asylbescheid nicht krankenversichert war und die nicht wusste wohin, als ihr dreijähriges Kind krank wurde.

Dazu zählt Herr G., der aus Großbritannien nach Österreich kam, um seinen dementen Vater zu pflegen und nach dessen Tod psychisch erkrankte – ohne Krankenversicherung und ohne Zuhause.

Wie hilft neunerhaus?

Das neunerhaus Gesundheitszentrum bietet medizinische Versorgung für obdachlose, wohnungslose und nichtversicherte Menschen und ist damit für jene da, die sonst keinen oder eingeschränkten Zugang zu medizinischer Hilfe haben. Ein interdisziplinäres Team aus MedizinerInnen, PflegerInnen, SozialarbeiterInnen, OrdinationsassistentInnen und einem Peer-Mitarbeiter bietet von Montag bis Freitag individuell angepasste Hilfe für jährlich über 5.000 PatientInnen.

Das Problem: Wir kommen erstmalig an unsere Kapazitätsgrenzen. Die Corona-Pandemie beschleunigt die ohnehin jährlich steigende Nachfrage: Die PatientInnenzahl ist im ersten Halbjahr 2020 um 37 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, auch weil andere Angebote coronabedingt ihren Betrieb einschränken mussten. Personal und Zeit werden knapp, immer öfter müssen Menschen auf den nächsten Tag vertröstet werden.

Wie kann ich helfen?

Wir brauchen dringend Unterstützung, um weiterhin da sein zu können. Jede Spende hilft, obdachlose und nichtversicherte Menschen medizinisch zu versorgen. Das ist gerade jetzt wichtiger denn je!

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Kampagne unterstützen: Gesundheitsversorgung darf keine Glückssache sein

Ein Glücksrad, ein Greifarm, mit dem man normalerweise versucht, ein Stofftier aus einem Automaten zu fischen, das berüchtigte Hütchen-Spiel: Diese Gegenstände findet man oft auf Jahrmärkten oder in Ferienorten – seit Mitte November auch auf den Kampagnen-Sujets von neunerhaus. Von Mitte November bis Mitte Dezember sind diese Motive auf Plakaten, Inseraten in verschiedenen Medien, auf unseren Online-Kanälen und in Zeitungsbeilagen zu sehen.

Mit der Kampagne sagen wir: Gesundheitsversorgung darf keine Glückssache sein. Auch keine Frage des Geldes, der Sprache, der Kontakte oder des Wissenstands. Kein "Schönwetterangebot" und nicht auf die Wohltätigkeit einzelner Menschen angewiesen. 2020 hat uns gezeigt, wie wichtig medizinische Versorgung für alle ist. Dass es im Interesse der Gesellschaft ist, niemanden außerhalb des Systems zu lassen. Die Corona-Pandemie hat Gräben vertieft und Barrieren verstärkt – aber sie zeigt auch auf, wo wir ansetzen müssen.

Im Rahmen der Kampagne ruft neunerhaus zu Spenden an das neunerhaus Gesundheitszentrum auf und trägt zur öffentlichen Bewusstseinsbildung bei.

Helfen Sie uns dabei!

#GesundheitsversorgungFürAlle

 

Die Kampagne wurde von der Agentur buero butter pro bono für neunerhaus umgesetzt.

Vielen Dank!

 
 

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