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»Helfen wir Menschen aus dem gesellschaftlichen Abseits«

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Scham kann nur durch Wertschätzung abgebaut werden, sagt neunerhaus Geschäftsführerin Daniela Unterholzner. Ein Kommentar.

„Du solltest dich schämen!“ Diesen Satz haben viele von uns schon einmal gehört. Gerade Kindern gegenüber ist er schnell gesagt. Auch wenn eine Situation schon Jahrzehnte zurück liegt, können die meisten abrufen, wie sie sich in dem Augenblick gefühlt haben: Habe ich etwas falsch gemacht? Am liebsten möchte ich mich jetzt ganz klein machen oder verstecken. Seht nicht her!

Was, wenn nicht nur ein Satz die Scham erzeugt, sondern meine gesamte Außenwelt? Und nicht nur einen Moment lang, sondern anhaltend? Wenn anklagende Blicke zum Alltag gehören und mir immer aufs Neue vermitteln: Ich habe es nicht geschafft. Bin ich unfähig, dumm, nichts wert? Um den Blicken zu entgehen, verstecke ich meine Situation. Ich versuche, unsichtbar zu werden. Doch das Gefühl bleibt und wird immer stärker.

Auf dieses mächtige Gefühl nehmen wir mit unserer aktuellen Kampagne Bezug:

Scham begleitet viele KlientInnen und PatientInnen von neunerhaus, Frauen, Männer und Kinder. Sie ist eine der größten Hürden für wohnungslose Menschen, Hilfe anzunehmen.

Viele haben Jahre des Versteckens hinter sich, wenn sie zu uns kommen. Unsere Erfahrung zeigt: Scham kann nur durch Wertschätzung abgebaut werden. Indem wir Menschen Hilfe bieten, die wirklich hilft. Der Beschämung entgegenwirken. Mit ihnen die nächsten Schritte gehen. Indem wir sagen: Du bist wichtig!

Danke an alle, die unsere Arbeit möglich machen.

– Daniela Unterholzner, neunerhaus Geschäftsführung

 

  

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Daniela Unterholzner_neunerhaus Geschäftsführung
Foto: Christoph Liebentritt
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Konzept, Design, Umsetzung: Havas Wien GmbH Bilder: Bernd Preiml und Denis Mujakovic