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»Hier wird Menschlichkeit großgeschrieben«

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Im Rampenlicht: Imma Müller-Hartburg ist Gynäkologin bei neunerhaus

Imma Müller-Hartburg ist eine echte Vollblut-Ärztin. Auf die Frage, ob sie sich – nach über 35 Berufsjahren – auf die Pension freue, antwortet sie: „Natürlich, aber Ärztin zu sein, wird mir sehr fehlen. Ich liebe meinen Beruf.” Bis es im nächsten Jahr so weit ist, möchte sie als Gynäkologin bei neunerhaus bleiben. „Hier wird so gearbeitet, wie ich es mir immer gewünscht habe: Menschlichkeit wird großgeschrieben.”

Seit zwei Jahren ist sie Teil des medizinischen Teams. Jeden ersten Dienstag im Monat ist die Gynäkologin für Patientinnen in der Sozial-und Gesundheitspraxis dock da, die sich im Gebäude von CAPE 10 in der Nähe des Wiener Hauptbahnhofs befindet. Die restliche Zeit behandelt sie in ihrer Privatordination im 14. Wiener Gemeindebezirk. Was motiviert sie, bei neunerhaus zu arbeiten? „Ich habe ein sehr angenehmes Leben, mir geht es wahnsinnig gut. Ich bin froh, wenn ich Menschen, die es schlechter getroffen haben, ein wenig helfen kann.” Was für viele selbstverständlich ist, werde hier besonders geschätzt: „Es ist unglaublich, wie dankbar die Patientinnen für einen Abstrich oder einen Ultraschall sind.” Sichtlich berührt ergänzt die Ärztin: „Wir können uns nicht vorstellen, wie brutal es ist, keine Krankenversicherung zu haben, Schmerzen zu haben und nicht zu wissen wohin.“

Natürlich gibt es auch Herausforderungen, zum Beispiel wenn die Probleme der Patient*innen nicht mit medizinischem Wissen zu lösen sind. Weiß Müller-Hartburg einmal nicht weiter, steht ein interdisziplinäres Team hinter ihr, um etwa sozialarbeiterische Fragen zu klären: „Es ist ein gutes Gefühl zu sagen: Da wartet jemand, der Ihnen weiterhilft.“ Der Umgang auf Augenhöhe trage zum Glück aller bei, nicht nur der Patientinnen. Gerade deswegen wünscht sie sich, dass möglichst viele Ärzt*innen die Erfahrungen machen, die sie bei neunerhaus macht. „Es ist eine schöne und erfüllende Arbeit. Ich empfinde sie als Geschenk.”

 

  • Dieser Beitrag erschien erstmals im Magazin neuner News, Ausgabe 46.
  • Fotos (c) Christoph Liebentritt

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