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»Jetzt kann ich etwas zurückgeben«

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Musikerin Sól war früher selbst obdachlos. Heute engagiert sie sich ehrenamtlich für Tiere wohnungsloser Menschen.

„Jetzt kann ich mithelfen und etwas zurückgeben. Dass ich mit Tieren zu tun habe, freut mich besonders, weil sie mir so am Herzen liegen.“ Sól strahlt, wenn sie über ihre Arbeit in der neunerhaus Tierärztlichen Versorgung spricht. Drei bis vier Mal im Monat unterstützt sie vor Ort, ehrenamtlich.

Während Frauchen in der Ordination bei den Untersuchungen mit- oder beim Empfang aushilft und die TierbesitzerInnen begrüßt, liegt Fotzi, einer ihrer beiden Hunde, geduldig auf einer Decke unter dem Schreibtisch. Fotzi und der zweite Lieblings-Vierbeiner Mia waren selbst schon Patienten in der Tierärztlichen Versorgung, denn Sól war lange obdachlos.

Die junge Musikerin hat schon einiges hinter sich – und dementsprechend viel zu erzählen: Nach langem Streit kam es zum Bruch mit der Familie, „weil die mich nicht so annehmen konnte wie ich bin“. Sie landete auf der Straße. „Mein ganzes Leben passte plötzlich in einen Rucksack“, sagt sie. Irgendwie schlug sie sich durch, bekam eine Wohnung. Es lief gut, aber dann kam im Vorjahr der Schicksalsschlag: Gehirnblutung.

Sól überlebte nur knapp. Im langen Krankenstand wagte sie den ersten Schritt einer modulweisen Ausbildung zur Tiertrainerin – selbst finanziert, eisern abgespart vom wenigen Geld, das sie für Essen zur Verfügung hatte.

Dann der nächste Schlag: Operation, schon wieder Krankenstand. Währenddessen verlor sie die Wohnung. Doch wieder ließ sie sich nicht entmutigen, fragte bei der neunerhaus Tierärztlichen Versorgung an, ob sie mitarbeiten könne.

Sie konnte. Seit Anfang 2020 ist Sól Teil des ehrenamtlichen Teams. „Das war mein Lichtblick!“ Heute freut sich Sól auf die Zukunft und ist voller Tatendrang. „Abgesehen von meiner Arbeit bei neunerhaus arbeite ich seit kurzem zusätzlich als Ordinationshilfe in einer Tierarztpraxis und habe einen Verein zur Förderung von Mensch-Tier-Beziehung, Kunst und Kultur gegründet.“

Fotos: (c) Kronen Zeitung / Peter Tomschi

 

Hilfe für Mensch und Tier

Tiere sind für obdach- und wohnungslose Menschen oft die letzten Freunde und tragen zur Stabilisierung ihres Lebens bei. Die neunerhaus Tierärztliche Versorgung ist auch in Pandemiezeiten da, behandelt seit über zehn Jahren kostenlos die Tiere armutsbetroffener Menschen und hilft so Mensch und Tier. Dabei sind wir auf Spenden angewiesen, bitte unterstützen Sie uns! Schon mit 20 Euro helfen Sie mit einer schmerzlindernden Infusion einem leidenden Tier.

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Dieser Beitrag erschien erstmals in Ausgabe #43 des Magazins neuner News.

 

 

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