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Österreich: Fast 23.000 Menschen sind wohnungslos

|   Aktuelles

Die Zahl der obdachlosen und wohnungslosen Menschen in Österreich ist 2018 gestiegen. Nicht alle von ihnen leben auf der Straße.

22.741 Menschen waren 2018 in Österreich laut Statistik Austria als obdach- oder wohnungslos* registriert. Das sind über 1.000 Personen mehr als im Jahr 2017. Der Großteil von ihnen lebt in Wien: Rund 13.000 Menschen, das entspricht einem Anteil von 57 Prozent. Auf den Plätzen zwei und drei folgen die Steiermark (9,8 Prozent) und Tirol (8,4 Prozent).

„Die steigenden Zahlen bleiben ein Auftrag an uns. Denn Wohnungslosigkeit betrifft uns alle als Gesellschaft“, sagt neunerhaus Geschäftsführerin Daniela Unterholzner. Das gilt infolge der Corona-Krise umso mehr, denn: Für die kommenden Monate und Jahre wird ein deutlicher Anstieg von Obdach- und Wohnungslosigkeit befürchtet, warnt etwa die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAWO).

Frauen sind mit 31 Prozent Anteil an obdachlosen oder wohnungslosen Personen zwar in der Minderheit, aber bei ihnen handelt es sich oftmals um verdeckte Wohnungslosigkeit, was in keiner Statistik aufscheint.

 

*Als obdachlos bezeichnet man Menschen, die im öffentlichen Raum leben, etwa auf der Straße oder unter Brücken sowie Menschen, die in Notschlafstellen oder Wärmestuben schlafen. Als wohnungslos gilt, wer etwas in Übergangswohnheimen oder zeitlich befristeten Unterkünften lebt. Auch BewohnerInnen von Schutzeinrichtungen wie Asylheimen, Frauenhäusern und Übergangsquartieren zählen dazu. Definition gemäß ETHOS.

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