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»Wie geht unser Leben weiter?«

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Lira B. und ihre Freundinnen sind aus der ukrainischen Stadt Dnipro nach Wien geflüchtet und haben bei neunerhaus einen Ort zum Ankommen gefunden.

„Es kam für uns alle sehr plötzlich. Eines Morgens haben sie angefangen, uns zu bombardieren, immer und immer wieder Bomben auf uns zu schießen“, berichtet Lira B. Die junge Frau mit den langen dunklen Haaren sitzt in einer Frauenrunde vor dem neunerhaus Café; die Sonne scheint warm auf die vielen Menschen, die sich hier eingefunden haben. Eigentlich ist Lira Yoga-Lehrerin, bis zu ihrer Flucht hat sie in der ukrainischen Stadt Dnipro gewohnt. „Wir haben unser Leben gelebt, hatten gute Jobs und alles, was dazu gehört. Aber wir mussten alles zurücklassen und konnten nur das Nötigste mitnehmen.“

Ein Versuch Ruhe zu finden

Lira ist heute gemeinsam mit vier Freundinnen im Café – drei von ihnen sind erst seit drei Tagen in Wien, sie selbst und eine Freundin schon etwas länger: „Anfangs wollten die anderen nicht herkommen, aber als die Bomben nicht aufhörten, haben sie sich auf den Weg gemacht.

Ich bin sehr glücklich, dass sie jetzt da sind.“ Gemeinsam erzählen sie von der Flucht, von der Unsicherheit und der Angst, die nachwirkt. „Im Krieg wecken dich die Sirenen mehrmals in der Nacht und du musst in den Keller, um Schutz zu suchen. Du kannst nicht schlafen. Wenn du dann in ein sicheres Land kommst, dauert es eine Weile, bis du nachts nicht mehr aufwachst.“

In Wien angekommen, wurden die Freundinnen an mehreren Orten betreut. „Die Menschen in Österreich haben uns sehr gut empfangen. Wir wurden überall gut behandelt und haben viele Angebote bekommen“, erzählt Lira. Das neunerhaus Café bietet Menschen aus der Ukraine – neben einem frisch zubereiteten Mittagessen und Kaffee – etwas, das nach einer langen und anstrengenden Flucht von vielen dringend gebraucht wird: Einen Platz zum Ankommen, Orientieren und Ruhe finden, Entlastungsgespräche und Beratung. Denn: „Jetzt stellt sich für viele von uns die Frage, was wir tun sollen und wie wir unser Leben weiterleben können. Es ist eine sehr unsichere Situation.“

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Der Krieg in der Ukraine zwingt Menschen dazu ihre Heimat zu verlassen. Mit dem Notwendigsten in einer Tasche kommen sie bei uns an. Verwandte und Freund*innen mussten sie zurücklassen, die eigene Zukunft ist ungewiss. Mit Ihrer Spende helfen Sie mit Beratung und einem warmen Mittagsteller.

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  • Fotos: (c)  Alexander Chitsazan
  • Dieser Beitrag erschien erstmals im Magazin neuner News, Ausgabe 46.
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