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»Zumachen wegen Corona? Geht nicht!«

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Die neunerhaus Tierärztliche Versorgung ist die einzige Anlaufstelle für obdachlose Menschen mit Tieren in Wien. Sandra Dressel erzählt.

Als die österreichische Regierung aufgrund von COVID-19 Ausgangsbeschränkungen erließ, hatten wir Sorge, die neunerhaus Tierärztliche Versorgung temporär schließen zu müssen. „Daraufhin haben mich mehrere TierärztInnen kontaktiert“, erzählt Sandra Dressel. „Die Botschaft war eindeutig: Wir können auf keinen Fall zumachen! Wo sollen die Menschen und Tiere denn sonst hin?“

Die 35-jährige koordiniert den Betrieb des Angebots, das vor zehn Jahren von neunerhaus und der Österreichischen Tierärztekammer ins Leben gerufen wurde. Es ist die einzige Anlaufstelle für die Tiere obdach- und wohnungsloser Menschen in Österreich. Alle TierärztInnen arbeiten hier ehrenamtlich – auch jetzt.

Tiere geben obdachlosen Menschen Halt

Der Alltag laufe nun anders ab, sagt Dressel. „Vieles kann am Telefon geklärt werden, für dringende Fälle geben wir Termine aus.“ Etwa für einen Hund mit einem Tumor im Bauch, der regelmäßig kontrolliert werden muss. Corona sei hier nicht das wichtigste Thema. „Die Menschen sorgen sich mehr um ihre Tiere. Sie sind erleichtert, dass wir da sind.“

Tiere geben vielen obdach- und wohnungslosen Menschen Halt und Stabilität. In Zeiten wie diesen rücken die Begleiter noch mehr in den Fokus. Dressel, selbst Hunde- und Katzenbesitzerin, sagt lachend: „Auch wenn das nur diejenigen verstehen, die selbst ein Haustier haben: Man hat immer jemanden zum Reden.“

 

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Tiere schaffen Tagesstruktur, Verantwortungegefühl und Trost in Krisenzeiten. Für obdachlose und wohnungslose Menschen sind ihre Tiere nicht nur wichtig, sondern Lebensretter.

 

>> Dieser Beitrag erschien erstmals im Magazin neuner News #40.

 

 

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