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Obdachlos mit Hund: "Wir passen aufeinander auf"

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neunerhaus Nutzer Helmut L. und seine Hündin Yessi haben einen Pakt fürs Leben geschlossen. Porträt einer außergewöhnlichen Freundschaft.

Helmut L. und Yessis Geschichte begann vor acht Jahren. Die schwarze Hündin war vier Wochen
alt, als Helmut L. von einem Bekannten gefragt wurde, ob er sie aufnehmen könne. Er selbst war
damals 36 Jahre alt, arbeitslos und obdachlos. „Mein Zuhause war überall und nirgendwo“, erinnert er sich an diese harte Zeit. Doch als er Yessi sah, konnte er sie nicht im Stich lassen. Also schlossen die beiden einen Pakt fürs Leben, wie er es selbst ausdrückt. „Ich habe laut zu ihr gesagt: ‚Ich kümmere mich um dich, und du kümmerst dich um mich.‘“

"Am Bahnsteig schützt sie mich vor dem einfahrenden Zug"

Seitdem gibt es keinen Helmut L. mehr ohne Yessi. Aus dem hilfsbedürftigen Welpen ist eine gutmütige Hundedame geworden, die meist behäbig neben ihm her trottet. „Manchmal glaube ich, sie sieht mich wie ein Kind“, sagt Helmut L. und schmunzelt. „Wenn wir an einem Bahnsteig warten, drängt sie sich schützend zwischen mich und den Zug.“ Auch er erfüllt den Pakt fürs Leben und achtet darauf, dass es Yessi an nichts fehlt. Als sie vor vier Jahren einen Kreuzbandriss erlitt und nicht mehr laufen konnte, kam Helmut L. an seine Grenzen. „Ich konnte mir keinen Tierarzt leisten und war verzweifelt. Ich habe sie überallhin getragen.“ Dann erzählte ihm eine neunerhaus Mitarbeiterin von der neunerhaus Tierärztlichen Versorgung. Yessi konnte kostenlos operiert werden: „Ich weiß nicht, was ich ohne neunerhaus gemacht hätte.“

Begleitet werden die zwei oft von Fuso, einem guten Freund. Ihm vertraut Herr L. seine Hündin manchmal an. „Wenn er sie dann wieder abholt, schmeißt sie ihn fast um vor Freude“, erzählt Fuso und lacht. Wie Helmut L. seine tierische Freundin beschreiben würde? „Sie ist eigentlich ähnlich wie ich“, sagt er. „Hartnäckig, zielstrebig, manchmal stur“ – „Und einfühlsam und liebevoll“, wirft Fuso ein. „Stimmt, sie weiß immer, wie es mir geht“, sagt Helmut L.: „Einen Hund kannst‘ nicht anschwindeln.“

 

>> Dieser Beitrag erschien erstmals in neuner News #36 – dem Magazin von neunerhaus.

Fotos: (c) Christoph Liebentritt

 

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