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Von einer Couch zur nächsten

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Sichtbar gemacht: neunerhaus Geschäftsführerin Elisabeth Hammer über verdeckte Wohnungslisigkeit von Frauen.

Wer die Augen schließt und an Obdachlosigkeit denkt, sieht es vielleicht vor sich: Parkbank, Bierflasche, bärtiger Mann. Dieses Bild trifft aber immer seltener auf die Wirklichkeit zu. „Viele unserer KlientInnen sind oder waren verdeckt wohnungslos“, erklärt neunerhaus Geschäftsführerin Elisabeth Hammer. Sie leben von einer Überbrückungslösung zur nächsten, um nicht auf der Straße schlafen zu müssen. Überwiegend davon betroffen: Frauen.

Sicherheit, Unabhängigkeit, neue Perspektiven

„Frauen sind am Arbeitsmarkt nach wie vor schlechter gestellt“, erklärt Hammer. „Das verschlechtert ihre Ausgangslage allgemein. Gesundheitliche Krisen, ein prekärer Wohnsitz, die Abhängigkeit vom Partner in finanzieller und psychischer Hinsicht und dann noch eine Kündigung – das kann eine gefährliche Mischung sein und das Gefühl ergeben: Ich hab mein Leben nicht mehr unter Kontrolle. Dann wird Hilfe nötig, dann hilft neunerhaus“, so Hammer.

Betroffene finden im neunerhaus Gesundheitszentrum zusätzlich zu medizinischer Versorgung auch
Beratung. Weitere Hilfe bieten die neunerhaus Wohnhäuser und Housing First. Hammer: „Dann geht es neben leistbarem Wohnraum und Unterstützung bei der Existenzsicherung auch darum, sich von dem oft jahrelangen Stress zuvor zu erholen. Damit schaffen wir Sicherheit, Unabhängigkeit – und neue Perspektiven.“

 

Fotos: (c) Johanna Rauch, Christoph Liebentritt

Beitrag aus neuner News #34, dem Magazin von neunerhaus. Sie können die Ausgabe online durchblättern oder ein kostenloses Print-Abo per E-Mail bestellen.

 

 

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