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Scham ist ein mächtiges Gefühl.

Jeder kennt es: Man wird unsicher, fragt sich was man falsch gemacht hat, möchte am liebsten unsichtbar sein.

    

Viele obdachlose Menschen kennen dieses Gefühl nur zu gut.

Wer obdachlos ist, erleidet nicht nur eine der härtesten Formen der Armut.
Sondern häufig auch negative Zuschreibungen in unserer Gesellschaft.

Scham begleitet daher obdach- und wohnungslose Menschen durch den Alltag: Männer, Frauen Kinder. Sie lässt sie glauben, selbst etwas falsch gemacht zu haben, obwohl viele Gründe für Obdachlosigkeit gesellschaftlich sind.

Zudem ist Scham eine der größten Hürden, Hilfe anzunehmen. Viele haben Jahre des Versteckens hinter sich, bevor sie zu neunerhaus kommen.

Handeln wir jetzt!

Machen Sie Ausgrenzung und Stigmatisierung zum Thema. Zuhause, am Arbeitsplatz, in Sozialen Netzwerken. Liken und teilen Sie die neunerhaus Kampagne auf Facebook oder Instagram. In unserem Newsletter halten wir Sie auf dem Laufenden.

Wir alle tragen Verantwortung dafür, wenn in unserer Gesellschaft Menschen an den Rand gedrängt werden. Danke, dass Sie ein Zeichen gegen Stigmatisierung setzen.

 

Unterstützen Sie neunerhaus mit Ihrer Spende. Jeder Euro hilft, wohnungslose Menschen vom Rand in die Mitte der Gesellschaft zu holen.

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Danke, dass Sie Hilfe auf Augenhöhe ermöglichen.


Kampagne: Schande und Scham

Sind Sie schon auf eines dieser Plakate gestoßen? Zu sehen sind wohnungslose Menschen, die mittelalterliche "Schandmasken" tragen. Die Geschichte hinter der Kampagne erfahren Sie im neuner Blog.

Zum Beitrag

»Wir schämen uns nicht!«

Vorbei mit der Scham: Die Plakatmodels zeigen bei der neunerhaus Aktion #keineSchande Selbstbewusstsein und Gesicht. Warum es ihnen wichtig war, bei der Kampagne mitzumachen, erzählen sie im neuner Blog.

Zum Beitrag

neunerhaus Geschäftsführung

„Heute gibt es keine Schandmasken mehr. Aber andere Formen der Ächtung und des Ausschlusses. Obdachlose Menschen bekommen diese oft zu spüren.“ (Daniela Unterholzner, li.)

„Wir wollen der Stigmatisierung von Obdachlosigkeit entgegenwirken. Anfangen müssen wir dabei bei unseren eigenen Vorurteilen.“ (Elisabeth Hammer, re.)

Fotos: (c) Christoph Liebentritt


Proschat Madani, Schauspielerin

Der ORF-Star unterstützt die neunerhaus Kampagne:

„Zu einer Gesellschaft gehören alle Menschen dazu. Menschen mit höherem Einkommen und mehr Möglichkeiten sollten jene unterstützen, denen es aufgrund einer Krise schlechter geht. Zeigefinger und Beschämung sind definitiv der falsche Weg.“

Foto: (c) Mirjam Knickriem

Laura Wiesböck, Soziologin

"Scham kann ein vernichtendes Gefühl sein, denn sie setzt an einem sensiblen Punkt des Menschen an: bei seiner Würde und sozialen Anerkennung. Aus der Soziologie wissen wir, dass Beschämungen dazu dienen, Machtverhältnisse zu Ungunsten von Beschämten zu herzustellen.

Das können wir im Bereich Armut aktuell sehr deutlich beobachten. Aus einer sozialen Ungleichheitsperspektive sind allerdings nicht Armutsbetroffene selbst beschämend, sondern vielmehr die Strukturen, die zu vermehrter Betroffenheit führen, wie zunehmende prekäre Arbeitsverhältnissen, Kürzungen von Sozialleistungen oder brüchige soziale Auffangnetze."

Foto: (c) Katharina Gossow

Gerti Drassl, Schauspielerin

Jeder von uns kennt das Gefühl und wie unangenehm es ist, wenn man sich für etwas schämt.

Scham bedeutet für mich auch, sich zu verstecken und zu denken, nicht gut genug für etwas zu sein. Das finde ich besonders schlimm. Deshalb wünsche ich mir, dass es das Gefühl Scham weniger gibt – dafür dürfen wir es als Gesellschaft nicht Menschen übertragen, die in einer Situation sind, die gerade sehr schwierig ist.

Tun wir alle gemeinsam was gegen Beschämung!"

Foto: (c) Christoph Liebentritt


Flora Eder, Leitung neunerhaus Kommunikation

"Wir wollen mit der Kampagne nicht nur zum Spenden anregen, sondern auf ein sehr ernstes gesellschaftliches Thema hinweisen. Wir sind hier alle gefragt, denn obdachlose Menschen schämen für etwas, wo wir eigentlich als Gesellschaft versagen. Das müssen wir gemeinsam zum Thema machen."

Foto: (c) Christoph Liebentritt

Alexander Rudan, HAVAS Wien

"Scham ist eigentlich eine Reaktion auf ein Brechen mit Konventionen. In unserer Leistungsgesellschaft ist das Versagen und das Ausfallen und das Sich-nicht-mehr-integrieren-können mit Schande behaftet. Deshalb kommt es auf Seite der betroffenen Menschen zu diesem Schamgefühl. Dagegen gilt es etwas zu tun, denn die Projektion dieser Schande ist falsch und gehört beseitigt."

Foto: (c) Christoph Liebentritt

Presse

Im Pressebereich finden Sie die Presseaussendung und alle Downloads zur Kampagne "Schande und Scham".

Zum Pressebereich


Danke für die Unterstützung!

...an die Werbeagentur Havas Wien, die die Kampagne "Schande und Scham" pro Bono für neunerhaus umgesetzt hat:

  • Konzept, Design, Umsetzung: Havas Wien GmbH
  • Bilder: Bernd Preiml und Denis Mujakovic

...an das Studio Sabotage Films, das den dazugehörigen TV-Spot pro Bono gedreht hat.

...an ORF-Star Proschat Madani, die das Rampenlicht im Video auf Menschen lenkt, die sonst oft nicht gesehen werden.

...an unsere vier Kampagnen-Models für ihr Vertrauen, die gute Zusammenarbeit und die Bereitschaft, gesellschaftliche Beschämung auf so deutliche Art zu zeigen.

#dubistwichtig