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Sie sind da und dennoch unsichtbar. Sie ziehen von Couch zu Couch, sind mal hier und mal dort, wohnen „mit“.
Verdeckte oder versteckte Wohnungslosigkeit bedeutet, kein eigenes Zuhause zu haben. Es bedeutet das Aufrechterhalten einer Fassade von scheinbarer Normalität.
Es bedeutet ein Leben geprägt von Übergangslösungen, Unsicherheit, Existenzängsten.


"Ich bin jeden Tag in der Früh hinaus, so als hätte ich ein ganz normales Leben. Ich tat so, als ob ich dazugehörte. Ich redete mit niemandem. Ich machte mich in der Menge unsichtbar."

Esma und ihr kleiner Sohn waren für ein Jahr verdeckt wohnungslos.

"Zehn Jahre lang war ich obdachlos, immer mal wieder. Das längste Mal war anderthalb Jahre auf der Straße oder bei Freunden. Für Frauen ist das nochmal gefährlicher, es ist krasser."

Nina war 14 Jahre alt, als sie zum ersten Mal kein Dach über dem Kopf hatte.


Was ist verdeckte Wohnungslosigkeit? Warum sprechen wir darüber? Und wie können Sie helfen?

Über 22.000 Menschen sind in Österreich als obdach- oder wohnungslos registriert. Doch die Dunkelziffer liegt weit darüber. Besonders Frauen versuchen ihre Wohnungslosigkeit oft zu verstecken – und leben so in Abhängigkeitsbeziehungen oder ertragen häusliche Gewalt. Diese Frauen scheinen in der Statistik nicht auf. Als Resultat fehlt so häufig die passende Hilfe.

Bei neunerhaus wissen wir: Der erste Schritt zurück in ein selbstbestimmtes Leben ist ein leistbares und dauerhaftes Zuhause. Die eigene Wohnung bringt Sicherheit, Unabhängigkeit und Selbstbestimmung. Mit Angeboten wie neunerhaus Housing First erreichen wir besonders Frauen, die in der klassischen Wohnungslosenhilfe oft übersehen werden – und helfen so aus der versteckten Wohnungslosigkeit.

Mit Ihrer Spende schenken Sie Frauen und Kindern ein Zuhause und eine Zukunftsperspektive.


„Auf einmal sind wir da, am nächsten Tag sind wir dort und es ist alles anders gewesen als zuhause.“

Sonja R. über ihre Zeit in der Wohnungslosigkeit

„Man hat uns nie angesehen, dass wir obdachlos waren, niemals! Wir Frauen versuchen das zu verheimlichen.“

Sandra Y. darüber, wie sie versuchte, ihre Obdachlosigkeit zu verstecken


Daniela Unterholzner, neunerhaus Geschäftsführung

„Frauen tun oft viel dafür, nicht als wohnungslos erkennbar zu sein. Sie ziehen von einer prekären Situation in die nächste, übernachten bei Bekannten auf der Couch, geraten in Abhängigkeitsbeziehungen oder ertragen häusliche Gewalt oft den Kindern zuliebe."
weiterlesen: "Was wir nicht sehen"

Elisabeth Hammer, neunerhaus Geschäftsführung

"Bei neunerhaus arbeiten wir seit Jahren daran, zielgruppengerechte und frauenspezifische Angebote zu finden. Was es gerade jetzt und ganz besonders braucht: Präventive, individuelle und mutige Unterstützungskonzepte für Frauen in der Krise und eine starke Diskussion mit ihnen zusammen"
weiterlesen: "Auf Frauen hören. Auf Frauen schauen."

 

 

Dalma Fabian, FEANTSA Expertin für Wohnungslosigkeit bei Frauen

„Die aktuelle Definition von Obdach- und Wohnungslosigkeit übersieht eine bedeutende Anzahl an wohnungslosen Frauen. Frauen schlafen seltener auf der Straße, stattdessen sind sie von informellen Übernachtungsmöglichkeiten abhängig. Frauen, die auf der Straße schlafen, werden wiederum oft übersehen. Um Belästigung oder Gewalt zu entgehen, verstecken sich auf der Straße lebende Frauen eher. Manche verkleiden sich auch als Männer, um nicht als Frauen erkannt zu werden.
Geschlechterbasierte Gewalt oder Angst, das Fürsorgerecht für das eigene Kind zu verlieren, sind Gründe, warum Frauen eher in versteckter Wohnungslosigkeit – sofa-surfing, ein Bett bei FreundInnen und Verwandten oder in einer von Abhängigkeit geprägten Beziehung – leben, statt sich in männerdominierten Unterkünften Hilfe zu suchen.“

weiterlesen: FEANTSA Guide zur Unterstützung wohnungsloser Frauen

Proschat Madani, Schauspielerin

"neunerhaus richtet seinen Fokus auf Menschen am Rande unsere Gesellschaft und macht die Unsichtbaren sichtbar. Dieses Engagement verdient Respekt. Mit Aktionen und Geschichten von Betroffenen stellt neunerhaus die verdeckte Wohnungslosigkeit von Frauen in den Fokus. Ihre Sorgen, ihre Probleme, ihre Not. Umso mehr ist es mir eine Herzensangelegenheit, neunerhaus zu unterstützen und denen zu helfen, die helfen."

Euke Frank, Chefredakteuerin & Herausgeberin WOMAN

"Demütigungen ertragen, nur damit man nicht im Regen schlafen muss. Lieblosigkeit erdulden, damit man sich duschen kann. Schläge und Übergriffe in Kauf nehmen, damit man nicht im Park übernachten muss – so viele Frauen, die eigentlich kein Zuhause haben, leben oft unter höchst prekären Umständen – nur für ein Dach überm Kopf. Ein Drittel der wohnungslosen Menschen in Wien sind Frauen. Man erkennt ihr Elend kaum, weil sie sich unter erbärmlichen Zuständen durchkämpfen. Oft mit Kindern, deren Leid noch viel unvorstellbarer ist. Wir müssen diese Frauen beim Weg zurück in ein selbstbestimmtes Leben unterstützen. Die Arbeit all derer, die sich dieser Frauen annehmen, ist so unendlich wichtig. neunerhaus leistet hier tagtäglich einen riesigen Beitrag. Ihnen gebühren Anerkennung und Spenden, Spenden, Spenden, damit diese wichtige Arbeit gesichert ist."

Gerti Drassl, Schauspielerin

„Ich durfte vor ein paar Jahren eine Frau kennenlernen, die über Jahre hinweg immer wieder wohnungslos war und mir davon erzählt hat. Diese Frau hat mich in vielerlei Hinsicht sehr beeindruckt, weil sie schonungslos ehrlich über eine Zeit erzählt hat, die die schwierigste in ihrem Leben war. Mit Hilfe von neunerhaus hat sie ihrer Geschichte eine Stimme und ein Gesicht gegeben. neunerhaus hat sie als Mensch in ihrer Ganzheit gesehen und unterstützt ohne sie zu stigmatisieren. Diesen Umgang miteinander wünsche ich mir von einer Gesellschaft und deshalb unterstütze ich die großartige Arbeit von neunerhaus."


Wohnungslosigkeit von Frauen in Zahlen


Danke für die Unterstützung!

... an die Werbeagentur Havas Wien, die die Kampagne konzipiert und umgesetzt hat

... an die Hofer KG für die finanzielle Unterstützung

... an unsere Kampagnen-Models für ihr Vertrauen, die gute Zusammenarbeit und die Bereitschaft, verdeckte Wohnungslosigkeit sichtbar zu machen

... an Dominik Schallauer (shootit.at) für die Umsetzung des Kampagnenvideos

... an Christian Maricic für die Fotos zur Kampagne

... an Markus Bauer, der uns für unser Video seine Stimme geliehen hat

... an Infoscreen für die Veröffentlichung der Kampagnenvideos

... an zahlreiche Medienunternehmen für kostenlose Inseratschaltungen

... an alle, die unsere Botschaft auf Social Media weitertragen oder unsere Arbeit durch eine Spende unterstützen

  • Konzept, Design, Umsetzung: Havas Wien GmbH
  • Bilder: Christoph Liebentritt, Martin Stöbich, Christian Maricic

#dubistwichtig #WasDuNichtSiehst