Vom Zivi zum Fundraiser

Foto: neunerhaus

Michael I. begann seine Laufbahn bei neunerhaus als Zivildiener. Heute arbeitet er im Spendenmarketing und sorgt unter anderem dafür, dass die Spendenbriefe im Postkasten der Spender*innen landen. In diesem Beitrag erzählt er, wie ihn sein erster Tag bei neunerhaus prägte und wie er noch heute, sechs Jahre später, von der Zeit als Zivildiener profitiert. Damit gewährt er auch einen Blick hinter die Kulissen des Fundraisings bei neunerhaus.

Wie genau verlief dein Weg vom Zivildienst zum Fundraising-Team bei neunerhaus?

2020 habe ich als Zivi angefangen. Ein Jahr später wurde jemand für das Verbuchen der Spenden gesucht. Das habe ich auf geringfügiger Basis zwei Jahre lang gemacht. Als die damalige Teamassistenz aufhörte, ermutigte sie mich, mich auf ihre Stelle zu bewerben. Also war ich eine Zeitlang Teamassistenz und habe Einblick in alle Bereiche der Abteilung gekriegt – was brauchen die Kolleg*innen vom Großspenden-Fundraising, was sind die Besonderheiten im Veranstaltungsmanagement? In der Teamassistenz traf ich selbstständig Entscheidungen, musste Tätigkeiten priorisieren und konnte Verantwortung übernehmen – das erste Mal in meiner beruflichen Karriere. Von der Teamassistenz habe ich dann ins Spendenmarketing gewechselt. Das mache ich nun seit 2024.

Welche Aufgaben hast du im Spendenmarketing?

Die sind ziemlich breit gefächert. Ich würde sie in zwei Bereiche trennen: die Datenbank und die Aussendungen. In der Spender*innen-Datenbank erfassen wir die Daten der Spender*innen, müssen sie clean halten, aktualisieren etc. Für jede Aussendung, die wir machen, überlegen wir, an wen wir sie schicken. Das ist eigentlich klassisches Marketing, könnte man sagen. Meine Arbeit ist letztlich sehr zahlenbasiert – mittlerweile bin ich auch ein Zahlenfreak.

Was ist dir beim Arbeiten in einem Team wichtig?

Diese Freiheit und dieses Vertrauen zu haben, es auf die eigene Art und Weise zu machen. Der Austausch mit den Kolleg*innen – du kennst unser Team – es ist einfach voll chillig: du kannst klar kommunizieren, welche Dinge funktionieren, sich ausgehen, und welche nicht.

Was motiviert dich in der täglichen Arbeit?

Mir sind meine Kolleg*innen und mein Arbeitsumfeld wichtig. Schon am ersten Tag, an dem ich begann, hatte ich das Gefühl, als wäre ich schon immer dagewesen. Ich wurde so freundlich aufgenommen. Damals war unser Büro noch in der Margaretenstraße und ich habe jeden Tag gesehen, welche Arbeit neunerhaus leistet. Jeden Tag bin ich am Café, an der Tierarztpraxis und am Gesundheitszentrum vorbeigegangen. Da siehst du, durch was Leute im Leben gehen müssen, welche Sachen passieren können. Da einfach zu sagen: ‚Interessiert mich nicht, ich schau‘ da weg‘, finde ich sehr schwierig.

„Du weißt, wofür du arbeitest.“

Michael I. arbeitet bei neunerhaus im Fundraising – für ihn eine sinnhafte Arbeit.

Natürlich ist ein finanzieller Aspekt im Hintergrund und irgendwas musst du arbeiten, damit du Geld verdienst. Aber für mich macht es einen Unterschied, wofür ich arbeite. Und bei neunerhaus arbeiten wir darauf hin, dass die Menschen, denen es richtig dreckig geht, Unterstützung kriegen. Zu sehen, dass Leute, die tatsächlich Hilfe brauchen, auch Hilfe bekommen, ist einfach wunderbar: Leute ohne Krankenversicherung werden betreut, gepflegt, ihre Wunden versorgt und sie werden sozialarbeiterisch betreut. Und, was mir immer ein Anliegen war: Auch Tiere kriegen Unterstützung. Ich weiß, wofür ich arbeite. Davon profitiere ich noch heute.


neunerhaus steht für professionelle Unterstützung von Menschen in schwierigen Lebenssituationen, einen sinnstiftenden gesellschaftlichen Beitrag und ein wertschätzendes Miteinander. Hier geht’s zu den ausgeschriebenen Stellen bei neunerhaus.

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