„neunerhaus redet nicht nur, sondern hilft praktisch.“

Silvia Pilarz ist Testamentsspenderin für neunerhaus. Foto: neunerhaus

Die sympathische Wienerin war selbst 38 Jahre lang im Gesundheitsbereich tätigt. Hier erzählt Silvia Pilarz, was sie dazu bewogen hat, neunerhaus in ihrem Vermächtnis zu berücksichtigen und warum Nächstenliebe bei ihr ein großes Thema ist.

neunerhaus: Was hat Sie zu uns geführt und dazu bewogen, Ihr Vermächtnis neunerhaus zu widmen?

Ich habe bei anderen Organisationen Vorträge darüber gehört, wie man ein Testament macht. Das hat mich motiviert, selbst eines zu verfassen. Da ich keine Kinder habe und niemanden, der erben würde, habe ich mich entschlossen, auch neunerhaus darin zu bedenken.

neunerhaus: Was möchten Sie über sich erzählen?

Ich komme aus Wien, bin hier geboren, aufgewachsen und habe auch meine Ausbildung in Wien gemacht. Ich habe geheiratet und war mein ganzes Berufsleben im Gesundheitsbereich tätig – 38 Jahre lang. Als mein Mann und ich beide in Pension gingen, ist er leider plötzlich verstorben. Seit meiner Pension bin ich sozial aktiv. Ich unterstütze verschiedene Organisationen, jetzt bin ich mit Gesundheitsarbeit unterwegs und berate Menschen in Gesundheitsfragen.

neunerhaus: Welche Werte haben Sie besonders geprägt?

Mein Glaube spielt eine große Rolle. Ich nehme das ernst: Gott hat uns geschaffen und uns aufgetragen, Verantwortung für alles zu übernehmen, was wir von ihm bekommen haben. Dazu gehört auch das Finanzielle. Ich finde, uns gehört eigentlich nichts – wir bekommen alles von Gott und müssen es gut verwalten.

neunerhaus: Nächstenliebe ein großes Thema für Sie. Ihr Glaube motiviert Sie, für andere zu sorgen und über Ihr eigenes Leben hinaus etwas zurückzugeben. Gibt es eine biblische Geschichte, ein Gebet oder ein Zitat, das Ihre Entscheidung besonders beeinflusst hat?

Ja, die Geschichte vom verlorenen Sohn. Der verlorene Sohn verlässt Vater und Familie, um die Welt zu erleben. Am Ende verliert er alles, leidet Hunger und erinnert sich daran, dass es ihm beim Vater gut ging. Dann kehrt er zurück. Diese Themen – Hunger, Verlust, Einsamkeit – betreffen auch viele Menschen, denen geholfen werden muss.

neunerhaus: Das sind Themen, die auch unsere Klient*innen betreffen. Wie würden Sie den Zusammenhang zwischen Ihrem Glauben und sozialer Verantwortung beschreiben?

Für mich hängen die zwei eng zusammen. Ich bin der Meinung: Wenn man gibt, bekommt man auch etwas zurück. Das ist ein Prinzip, fast wie ein Naturgesetz.

neunerhaus: Was berührt Sie besonders an der Arbeit von neunerhaus?

Dass neunerhaus nicht nur redet, sondern wirklich praktisch hilft. Menschen wird dort geholfen, wo die Not groß ist – zum Beispiel bei Obdachlosigkeit. Sie geben Perspektiven. Und wenn es an Gesundheit mangelt, gibt es medizinische Hilfe. Wichtig finde ich auch, dass nicht nur kurzfristig geholfen wird, sondern langfristig, damit Menschen wieder selbstständig leben können.

neunerhaus: Gab es Erlebnisse in Ihrem Leben – mit Menschen oder Tieren –, die Sie besonders geprägt haben und die Ihr Vermächtnis beeinflusst haben?

Ja. Ich erinnere mich an einen verletzten Vogel, den ich im Sommer auf dem Heimweg gefunden habe. Er konnte nicht fliegen. Ich bin nach Hause, habe eine Schachtel geholt und als ich zurückkam, war er noch da. Er hat sich aufnehmen lassen, als würde er merken, dass ich ihm helfe. Ich habe ihn dann mit dem Taxi zu einer Stelle gebracht, die verletzte Vögel aufnimmt. Dort habe ich auch erfahren, dass sich viele Vögel aus der Lobau in der Stadt verirren. Ich war beruhigt, dass er versorgt wurde. Sie haben ihn hoffentlich wieder freigelassen, als er gesund war.

neunerhaus: Haben Sie einen Wunsch, was mit Ihrem Vermächtnis passieren soll?

Nein, da habe ich mir keine besonderen Gedanken gemacht. Ich vertraue darauf, dass Sie es gut einsetzen – vielleicht im Gesundheitsbereich oder dort, wo es am meisten gebraucht wird.

neunerhaus: Was möchten Sie anderen Menschen mitgeben, die überlegen, was sie mit ihrem Erbe machen sollen?

Mir ist wichtig, dass alles seine Ordnung hat. Und dass man sich bewusst ist, wie vergänglich Besitz ist. Mit einem Vermächtnis kann man etwas schaffen, das Ewigkeitswert hat.


Erbschaftsspende – über den Tod hinaus Gutes tun.

Durch Ihren Nachlass, sei es in Form einer Erbschaft oder eines Vermächtnisses, kann neunerhaus für wohnungs- und obdachlose sowie armutsgefährdete Menschen langfristig und nachhaltige Hilfe leisten. Diese unvergessene Hilfe schließt auch deren vierbeinige Freunde, die oft die letzten treuen Begleiter sind, mit ein.

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