Weibliche Obdach- und Wohnungslosigkeit

Wir öffnen Türen.
Wir geben Perspektive. 





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Wir geben Perspektive!


Versteckter, leiser, gefährlicher – weibliche Wohnungslosigkeit

Weibliche Obdach- und Wohnungslosigkeit ist anders: Sie ist verdeckter, komplexer und oft gefährlicher. Sie geht häufig mit Abhängigkeit, Gewalt und struktureller Benachteiligung einher. Und sie bleibt lange Zeit unsichtbar. Betroffene erscheinen nicht in der offiziellen Statistik und suchen aus Angst und Scham auch keine Hilfe in Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe.

Hier setzt neunerhaus an: Wir schaffen eine Atmosphäre, in der sich die Frauen sicher fühlen, und bieten Maßnahmen, die den Weg aus der Obdach- und Wohnungslosigkeit ermöglichen. Mit leistbarem Wohnraum, gendersensibler medizinischer Versorgung, psychosozialer Stabilisierung und beruflichen Perspektiven. 

Versteckter, leiser, gefährlicher – weibliche Wohnungslosigkeit

Weibliche Obdach- und Wohnungslosigkeit ist anders: Sie ist verdeckter, komplexer und oft gefährlicher. Sie geht häufig mit Abhängigkeit, Gewalt und struktureller Benachteiligung einher. Und sie bleibt lange Zeit unsichtbar. Betroffene erscheinen nicht in der offiziellen Statistik und suchen aus Angst und Scham auch keine Hilfe in Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe.

Hier setzt neunerhaus an: Wir schaffen eine Atmosphäre, in der sich die Frauen sicher fühlen, und bieten Maßnahmen, die den Weg aus der Obdach- und Wohnungslosigkeit ermöglichen. Mit leistbarem Wohnraum, gendersensibler medizinischer Versorgung, psychosozialer Stabilisierung und beruflichen Perspektiven.

Frauen in Österreich sind wohnungslos registriert – die Dunkelziffer ist weitaus höher.
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der neunerhaus Bewohner*innen sind Frauen. Die Zahl steigt konstant.
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Frauen wurden im vergangenen Jahr im neunerhaus Gesundsheitszentrum behandelt.
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der Peer Kurs Absolvent*innen sind Frauen.
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"Als Frau hat man permanent Angst."

Angelika T. lebte viele Jahre ohne sicheren Schlafplatz. Bei neunerhaus fand sie Stabilität. Mehr erfahren!

"Endlich kann ich die Tür hinter mir schließen."

Mit ihren 26 Jahren weiß Yoyo P. , was es heißt, als junge Frau auf der Straße zu leben. Mehr erfahren!

"Plötzlich stand ich ganz alleine da."

Ihr Sohn war erst wenige Monate alt, als Radmila M. auf der Straße stand.
Mehr erfahren!

"Ich bin wieder stolz auf mich"

Manuela C. verlor ihre Wohnung. Heute hilft sie anderen obdach- und wohnungslosen Frauen. Mehr erfahren!

Spenden Sie jetzt für obdach- und wohnungslose Frauen

Mit einem Spendenziel von 8.000 € zum Frauentag am 8.März stärken wir gemeinsam Beratung, medizinische Versorgung, Wohnen und Begleitung!

Stimmen aus der Praxis

Jeden Tag wenden sich Frauen an uns. Sie zeigen, dass ihre Krisen, Traumatisierungen und Abhängigkeiten kein persönliches Versagen, sondern Folge struktureller Benachteiligungen sind.

– Elisabeth Hammer, neunerhaus Geschäftsführerin
"Jeden Tag wenden sich Frauen an uns. Sie zeigen, dass ihre Krisen, Traumatisierungen und Abhängigkeiten kein persönliches Versagen, sondern Folge struktureller Benachteiligungen sind."
– Elisabeth Hammer, neunerhaus Geschäftsführerin

Babsi B. leitet den neunerhaus Peer Campus und begleitet immer mehr Frauen auf ihrem Ausbildungsweg.

Snes S. unterstützt junge Erwachsene im Alltag und beim Wohnen im neunerhaus Billrothstraße.

Sandra H. versorgt die Wunden von obdach- und wohnungslosen Menschen im neunerhaus Gesundheitszentrum.  

Doris K. kennt die Sorgen der jungen Bewohnerinnen im neunerhaus Billrothstraße.

In vielen neunerhaus Angeboten erreichen wir überdurchschnittlich viele Frauen.

Zuletzt waren 6.629 Frauen in Österreich offiziell als obdach- oder wohnungslos registriert – rund ein Drittel aller erfassten Betroffenen. Viele scheinen jedoch nie in der Statistik auf. Sie ziehen von Couch zu Couch, finden Unterschlupf in überbelegten und meist überteuerten Wohnungen oder halten Gewalt in Beziehungen aus. Aus Angst, Scham oder weil sie Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe als unsicher erleben, suchen viele Frauen keine oder erst sehr spät professionelle Unterstützung.

Bei neunerhaus sind wir für sie da: Wir schaffen sichere, niederschwellige und gendersensible Räume. So kann der langfristige Weg aus der Obdach- und Wohnungslosigkeit gelingen.

In vielen neunerhaus Angeboten erreichen wir überdurchschnittlich viele Frauen.​

Zuletzt waren 6.629 Frauen in Österreich offiziell als obdach- oder wohnungslos registriert – rund ein Drittel aller erfassten Betroffenen. Viele scheinen jedoch nie in der Statistik auf. Sie ziehen von Couch zu Couch, finden Unterschlupf in überbelegten und meist überteuerten Wohnungen oder halten Gewalt in Beziehungen aus. Aus Angst, Scham oder weil sie Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe als unsicher erleben, suchen viele Frauen keine oder erst sehr spät professionelle Unterstützung.

Bei neunerhaus sind wir für sie da: Wir schaffen sichere, niederschwellige und gendersensible Räume. So kann der langfristige Weg aus der Obdach- und Wohnungslosigkeit gelingen.

Publikationen

Frauen und ihr Weg aus der Obdach- und Wohnungslosigkeit
Jetzt lesen
Gewalt an wohnungslosen und obdachlosen Frauen*
Frauengesundheit und Pandemie. Wie weiter?
Frauen*spezifische Wohnungslosigkeit und Gewalt

Häufig gestellte Fragen

In Österreich sind über 20.000 Menschen von Wohnungs- oder Obdachlosigkeit betroffen. Insgesamt liegt der Anteil an obdach- und wohnungslosen Frauen bei etwa einem Drittel.

Österreich: 21 073 Personen, davon 6.629 Frauen = 31.5 %
Wien: 11 512 Personen, davon 3.721 Frauen =  32.33 %

Erfasst sind jedoch nur jene Frauen, die als wohnungslos registriert sind – weil sie zum Beispiel Angebote der Wohnungslosenhilfe in Anspruch nehmen. Wie viele Frauen also tatsächlich obdach- oder wohnungslos sind, liegt im Dunkeln.

Obdach- und Wohnungslosigkeit in Zahlen.

Verdeckte Wohnungslosigkeit bedeutet, dass ein Mensch keine eigene feste Unterkunft hat, aber nicht sichtbar auf der Straße lebt. Stattdessen kommt die Person vorübergehend bei Freundinnen, Verwandten oder Bekannten unter, gilt dabei als Couchsurferin, schläft in unsicheren Wohnsituationen.

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Frauen versuchen oft sehr lange, den Anschein der Normalität zu wahren. Scham und Schuldgefühle spielen hier eine große Rolle. Wenn Kinder involviert sind, erhöht sich der Druck und die Angst vor Kindsabnahmen. Ihr Durchhaltevermögen, ihre Leidensfähigkeit ist enorm, sie halten Gewalt in Beziehungen aus, nur um nicht auf der Straße zu landen. Hinzu kommt, dass sie sich in vielen Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe nicht sicher fühlen. 

Dadurch kommen sie häufig nicht mit der Wohnungslosenhilfe in Berührung. Dadurch sind sie auch statistisch schwerer zu erfassen. Diese Form der Wohnungslosigkeit nennt man auch verdeckte Wohnungslosigkeit.

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Frauenspezifische Wohnungslosigkeit und Gewalt gegen Frauen stehen in einem engen wechselseitigen Zusammenhang: Gewalt ist sowohl eine Ursache als auch eine Folge von Wohnungslosigkeit.

Gewalt als Auslöser von Wohnungslosigkeit
Viele Frauen verlieren ihre Wohnung, weil sie vor Gewalt fliehen müssen. Häufig fehlt leistbarer Wohnraum oder langfristige Schutzplätze. Ohne ausreichende Absicherung bedeutet das Verlassen des Täters oft den Verlust einer finanziellen Absicherung.

Wohnungslosigkeit erhöht das Gewaltrisiko
Ohne geschützten Wohnraum steigt die Gefahr für Übergriffe deutlich:

  • auf der Straße
  • in gemischtgeschlechtlichen Notquartieren
  • in prekären Abhängigkeiten („Wohnen gegen Gefälligkeiten“)

Viele Frauen* vermeiden deshalb sichtbare Obdachlosigkeit und bleiben in Gewaltbeziehungen oder instabilen Wohnsituationen – ein Phänomen, das als verdeckte Wohnungslosigkeit bezeichnet wird.

Gewalt gegen Frauen in Zahlen:

  • Jede dritte Frau (34,51 %) im Alter von 18 bis 74 Jahren in Österreich hat in ihrem Erwachsenen- Leben (15 Jahre und älter) körperliche und/oder sexuelle Gewalt erlebt.
  • 27 % außerhalb von intimen Beziehungen
  • 16 % innerhalb von intimen Beziehungen
  • 23.5 % Körperliche Gewalt (erlebt ab dem Alter von 15 Jahren)
  • 23.8 % sexuelle Gewalt (erlebt ab 15)
  • 26.6 % sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz

Das zeigt die Erhebung „Geschlechtsspezifische Gewalt gegen Frauen und andere Formen von interpersoneller Gewalt“, die von Statistik Austria durchgeführt wurde.

2025 gab es in Österreich 15 mutmaßliche Femizide und 34 Mordversuche an Frauen.

Quelle: Die Femizide des Jahres 2025 in Österreich (Moment.at)

Niedrigere Einkommen, Care-Arbeit, Altersarmut und fehlender leistbarer Wohnraum drängen Frauen an ihr Existenzminimum/gefährdet ihre sichere Existenz und führt dazu, dass sie in Gewaltverhältnissen bleiben/Gewalt aushalten. 

Dadurch entsteht ein Kreislauf aus Gewalt, Abhängigkeit und Wohnungsverlust.

Frauenspezifische Wohnungslosigkeit ist eng mit struktureller Armut verbunden. Frauen verfügen im Durchschnitt über deutlich geringere finanzielle Ressourcen. Dadurch haben sie weniger Rücklagen und geringere Absicherung bei Krisen.

Besonders betroffen sind:

  • alleinlebende Frauen im Alter
  • Alleinerzieherinnen
  • Frauen* nach Trennungen oder Gewaltbeziehungen

Niedrigere Einkommen, Teilzeitbeschäftigung und Pensionslücken führen dazu, dass steigende Wohnkosten schneller existenzbedrohend werden. Gleichzeitig erschwert finanzielle Abhängigkeit den Ausstieg aus Gewaltverhältnissen.

Wohnungslosigkeit ist daher oft kein plötzliches Ereignis, sondern das Ergebnis langfristiger struktureller Benachteiligung. Armut, Gewalt und fehlender Zugang zu leistbarem Wohnraum greifen ineinander und verstärken sich gegenseitig.

Gleichstellung in Zahlen 

  • 33 % weniger Gehalt verdienen Frauen im Schnitt. 12% bei Vollzeitbeschäftigung. Trotz höherem Bildungsgrad! 
  • 165 Jahre bis zur Einkommensgerechtigkeit (Jahr 2189)
  • 42 Tage arbeiten Frauen gratis!

Quelle: Moment-Institut und der Standard.

Angebote der Wohnungslosenhilfe erreichen Frauen oft nicht in ihrer existenziellen Notlage. In den klassischen Notquartieren in Wien sind nur etwa 17% Frauen. Es fehlt an spezifischen Angeboten, die den Bedürfnissen von Frauen und oft auch ihren Kindern gerecht werden und ihnen den dringend benötigten Schutzraum bieten. Die beste Lösung: Housing First.

Housing First kehrt das lange gängige Stufenmodell der Wohnungslosenhilfe um, das davon ausging, obdach- und wohnungslose Menschen sollten in betreuten Wohnhäusern oder Übergangswohnungen an ein eigenständiges Wohnen herangeführt werden. Bei Housing First kommt zuerst die eigene Wohnung, dann alles andere.

neunerhaus hat 2012 das international erfolgreiche Modell Housing First nach Wien gebracht. Seither haben mit neunerhaus rund 650 Menschen, davon 277 Kinder, ein neues Zuhause gefunden.

Frauen bleiben vielen Angeboten der Wohnungslosenhilfe fern, weil sie sich dort nicht sicher fühlen oder die Hemmschwelle zu groß ist, Hilfe zu suchen. In der offiziellen Statistik machen Frauen rund ein Drittel der Betroffenen aus – bei deutlich höherer Dunkelziffer.

Bei neunerhaus setzen wir deshalb auf gendersensibles Arbeiten in allen Angeboten, auf vertrauensvolle Beziehungen und auf Mitarbeiter*innen, die im Umgang mit geschlechtsspezifischer Gewalt sensibilisiert sind. Es gibt geschützte Bereiche nur für Frauen in der Billrothstraße, kostenlose Hygieneartikel sowie frauenspezifische Gruppenangebote durch eine Peer-Kollegin. In den Wohnhäusern arbeiten wir außerdem mit spezialisierten externen Angeboten, etwa psychologischer Beratung durch FEM/MEN, zusammen.

So erreichen wir in vielen neunerhaus Angeboten überdurchschnittlich viele Frauen.

2025 in Zahlen:

  • 44 % (451 Frauen) in allen Wohnangeboten
  • 47 % (365 Frauen) bei Housing First und mobil betreutem Wohnen
  • 39 % (2.066 Frauen) im Gesundheitszentrum
  • 1.618 Gespräche mit Frauen im Café (42 %)
  • 52 Absolventinnen am Peer Campus (42 %)

Schauen Sie nicht weg!
Bitte melden Sie Hinweise auf Gewalttaten:
Frauenhelpline 0800 222 555
Im Notfall: Polizeinotruf 133 / Euronotruf 112.

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Mehr Informationen
Kerstin H. kommt seit einigen Jahren mit ihren Hunden Sunny und Dixon in die neunerhaus Tierarztpraxis.

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Gemeinsam stark für Frauen!

Erreichen wir 8.000 Euro?

Obdachlosigkeit sieht nicht immer so aus, wie wir sie uns vorstellen. Viele Frauen schlafen nicht auf der Straße. Sie kommen bei Freund*innen unter, ertragen häusliche Gewalt und nehmen unsichere Wohnsituationen in Kauf, um nicht auf der Straße schlafen oder leben zu müssen. Doch die Realität ist: Tausende Frauen in Österreich sind wohnungslos! Frauen in prekären Lebenssituationen benötigen niederschwellige Beratung, gesundheitliche Versorgung und eine eigene Wohnung. Und daran arbeiten wir!

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Spenden hilft:

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