Wie behandeln wir

 obdachlose Menschen?   wohnungslose Menschen?   nichtversicherte Menschen? 

Wie behandeln
wir obdach- und
wohnungslose
Menschen?

Wie behandeln
wir obdach- und wohnungslose Menschen?

Gute Behandlung beginnt nicht erst in der Arztpraxis. Sie beginnt dort, wo Menschen Verantwortung füreinander übernehmen. Deshalb ist jede Spende mehr als eine finanzielle Unterstützung. Sie ist eine Entscheidung dafür, Menschen gut zu behandeln. Diesen Herbst wollen wir verstärkt auf bestehende Versorgungslücken aufmerksam machen und Spenden für unsere Arbeit mobilisieren. 

Menschen in Österreich sind armuts- oder ausgrenzungsgefährdet.
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Konsultationen haben wir in den letzten 20 Jahren durchgeführt.
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Kinder werden jährlich im neunerhaus Gesundheitszentrum versorgt.
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Du musst keine Ärztin sein, kein Arzt sein,

um obdachlose Menschen gut zu behandeln!

Von Zahnschmerzen und offenen, nicht heilenden Wunden über chronische und psychische Erkrankungen bis hin zu wiederkehrenden Infekten: Bei neunerhaus erhalten jährlich knapp 6.000 obdach- und wohnungslose sowie nichtversicherte Menschen medizinische Versorgung – von der allgemeinen Gesundheitsversorgung bis zur Kinder- und Frauengesundheit.

>> JETZT SPENDEN

 

  • 40 Euro für Medikamente
    Sie unterstützen einen Monat lang die Versorgung mit lebensnotwendigen Medikamenten für chronisch kranke Menschen oder Schmerzpatient*innen.
  • 80 Euro für Wundheilung
    Sie ermöglichen einen Monat lang einfache Verbandswechsel mit Spüllösung, Wundgel und Kompressen zur Reinigung schmerzender und chronischer Wunden. 
  • 300 Euro gegen Zahnschmerzen
    Sie unterstützen drei Personen bei einer Zahn- und Kieferbehandlung in der neunerhaus Zahnarztpraxis.
  • Mit einem monatlichen Beitrag sichern Sie unser Gesundheitsangebot langfristig!

Gesundheit bei neunerhaus

seit 20 Jahren Medizin auf Augenhöhe

neunerhaus ermöglicht medizinische und psychosoziale Versorgung für obdach- und wohnungslose sowie nichtversicherte Menschen – kostenlos, unbürokratisch und niederschwellig. Ohne Anmeldung, bei Bedarf anonym und mit Videodolmetsch in vielen Sprachen schaffen wir Zugänge für Menschen, die im bestehenden System oft auf Hürden und Ausschlüsse stoßen.

Allgemeinmedizin

Medizinische Untersuchung und Behandlung für obdachlose, wohnungslose und nichtversicherte Menschen.

Pflege- und Wundmanagement

Das Pflegeteam versorgt akute und chronische Wunden, lindert Schmerzen und unterstützt bei Körperpflege, Medikamenteneinnahme und schweren Erkrankungen.

Zahnmedizin

Die Zahnarztpraxis behandelt Zahnschmerzen und Erkrankungen und bietet zahnerhaltende Behandlungen sowie Zahnprothesen für Menschen ohne ausreichenden Zugang zur Regelversorgung.

Psychische Gesundheit

Ein interdisziplinäres Team bietet Menschen mit psychischen Belastungen kostenlose, niederschwellige Beratung, psychiatrische Behandlung und psychosoziale Unterstützung.

Sozial- und Peerarbeit

Sozialarbeiter*innen unterstützen bei Krankenversicherung, Wohnen, Einkommens- und Existenzsicherung. Peer-Mitarbeiter*innen geben Orientierung und schaffen Zugänge zu medizinischer Versorgung und psychosozialer Unterstützung.

Gynäkologie

Frauen und FLINTA*-Personen erhalten gendersensible medizinische Unterstützung. Gynäkologische Abklärungen und Behandlungen werden bei Bedarf über kooperierende Fachärzt*innen ermöglicht.

Gesundheitstelefon

neunerhaus Ärzt*innen beraten Mitarbeiter*innen und Nutzer*innen der Wiener Wohnungslosenhilfe in medizinischen Belangen, stellen Rezepte aus und erreichen so auch Menschen, die nicht mobil sind.

Tiermedizin

Ein in Österreich einzigartiges Angebot: Ehrenamtliche Tierärzt*innen behandeln die Tiere obdach- und wohnungsloser Menschen kostenlos – von Impfungen und Wundversorgung bis zu Zahnbehandlungen und Kastrationen.

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Josef P. Layla S. Salmane L. Sonja K. Angelika T.

erzählt aus eigener Perspektive

Obdach- oder wohnungslos in Österreich? Für viele Menschen kaum vorstellbar. Umso wichtiger sind jene, die den Mut haben, ihre Lebensrealität sichtbar zu machen. Echte Geschichten von Menschen, die ihre Erfahrungen teilen und damit aufklären. Denn bei neunerhaus geht es immer um Begegnung auf Augenhöhe.

Danke, dass ihr eure Geschichten mit uns teilt:

Wie behandeln wir Geschichten von Nutzer*innen in der Öffentlichkeit?

neunerhaus setzt bewusst auf eine klare, würdevolle Ansprache statt auf Mitleid oder Schockbilder.

Josef P.

„Zur Gesundheit gehört dazu, mit anderen zu reden!“

Josef P. lebte drei Jahre auf der Straße, bevor er bei neunerhaus sein neues und leistbares Zuhause fand. Momentan brauche er keine Hilfe, sagt der Pensionist. Fast täglich geht er seiner Arbeit an der frischen Luft nach. Das halte ihn gesund. 

Layla S.

„Meiner Tochter soll das erspart bleiben.“

Layla S. floh vor dem Krieg. Ein selbstbestimmtes Leben schien für die Alleinerzieherin lange unerreichbar. Ihre psychische Gesundheit litt stark. 2026 schloss sie die Peer-Ausbildung in der Wohnungslosenhilfe ab und bezog ihre erste eigene Wohnung.

Salmane L.

„Mein größtes Ziel ist eine neue Prothese.“

Nachdem Salmane L. in eine Housing First Wohnung von neunerhaus zog, erzählte er seiner Sozialarbeiterin von Schmerzen im rechten Fuß. neunerhaus begleitete ihn von der Krebsdiagnose bis zum Einzug in eine eigene Gemeindewohnung.

Sonja K.

„Ich bin eine Heldin.“

Eine jahrelange Gewaltbeziehung führte bei der heute 62-Jährigen zur Wohnungslosigkeit. Heute lebt sie mit ihrem Kater Gizmo im neunerhaus Kudlichgasse. Sie erholt sich gerade von einer Notoperation und nutzt das medizinische Angebot im Haus.

Angelika T.

„Gesundheit ist doch wichtig.“

Angelika T. war obdachlos und lebte abwechselnd auf der Straße, auf der Donauinsel und in Notquartieren. 2023 zog sie ins neunerhaus. Seither hat sich vieles verändert. Mit dem wachsenden Vertrauen in sich selbst konnte sie auch gesundheitliche Themen angehen, die lange liegen geblieben waren.

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Soziales und Gesundheit müssen
zusammengedacht werden, denn:
Armut macht krank.
Krankheit macht arm.

Davon sind wir bei neunerhaus überzeugt. Dieser Ansatz spiegelt sich in allen Angeboten,
Zugängen und unserer Expertise wider.

PLATZHALTER KOFFER

Wie deine Spende wirkt:

Ob Medikamente, Wundversorgung, eine zahnmedizinische Behandlung oder sozialarbeiterische Beratung: Wählen Sie einen Spendenbetrag und helfen Sie mit, obdachlosen, wohnungslosen und nichtversicherten Menschen eine kostenlose medizinische Versorgung zu ermöglichen.

Hier werden wichtige Themen behandelt

in Erfahrungsberichten in guten Fragen

Warum sind Menschen nicht versichert?

Warum sind Menschen nicht versichert?

Österreich ist ein Sozialstaat, medizinische Versorgung ein Menschenrecht. Dass es hier „Nichtversicherung“ gibt, ist deshalb vielen nicht bekannt.

Begleiten, Da-Sein und Dinge aushalten.

Ein junger Mann kommt mit Erfrierungen ins neunerhaus Gesundheitszentrum. Dort versorgt man seine Wunden – auch die seelischen.

Scham spielt eine große Rolle.

Wie leben obdach- und wohnungslose Frauen mit Krankheit? Die Sozialarbeiterin Theresia U. berichtet aus dem neunerhaus Gesundheitszentrum.

Jung und auf sich allein gestellt.

Nadja G. ist wohnungslos und kämpft mit den Folgen einer traumatisierenden Kindheit und psychischer Erkrankung. Halt findet sie bei Hund Mäx. Ein Gespräch.

Straßen-
umfrage

Wir haben uns in Wien umgehört und gefragt:

Wie behandeln wir uns? Und wie behandeln wir obdach- und wohnungslose Menschen?

Die Antworten seht ihr in diesem Video.

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Ein großes Danke gilt unserem unglaublich großartigen Team im neunerhaus Gesundheitszentrum!

Täglich behandeln ehren- und hauptamtliche Kolleg*innen obdach- und wohnungslose Menschen auf Augenhöhe, kostenlos und bei Bedarf anonym.

#gutbehandeln

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Jeder Mensch hat ein Recht auf gute Behandlung

Wir erleben Ärzt*innen, die zuhören.
Pflegekräfte, die versorgen.
Sozialarbeiter*innen, die begleiten.
Peer Mitarbeitende, die Hoffnung geben.
Spender*innen, die ermöglichen.
Wir erleben Menschen, die andere Menschen gut behandeln.
Genau das macht den Unterschied.


Gut zu wissen: wichtigste Fragen und Antworten.

Im Mittelpunkt der Kampagne #gutbehandeln steht die Frage, wie wir uns behandeln – medizinisch und einander als Menschen.

Menschen, die obdach- oder wohnungslos oder nicht krankenversichert sind, stoßen beim Zugang zu Gesundheitsversorgung nach wie vor auf Barrieren. Genau hier setzt die Kampagne an. Wir wollen sichtbar machen, was fehlender Zugang zu Gesundheitsversorgung konkret bedeutet, wie neunerhaus unterstützt und warum es gesellschaftlich relevant ist, wie wir miteinander umgehen.

Im Zentrum der Kampagne stehen dabei Menschen, ihre Erfahrungen und ihre Geschichten. Sie sollen zeigen: Jede*r hat das Recht auf gute Behandlung und medizinische Versorgung.

Jeden Tag erleben Menschen in Österreich, dass sie krank sind und dennoch keinen Zugang zu medizinischer Versorgung haben. Weil Obdach- oder Wohnungslosigkeit, fehlende Versicherung, Sprachbarrieren, Scham oder einfach auch nur hochschwellige Zugangsbarrieren sie aus dem System drängen.

Obdach- und wohnungslose Menschen sind nicht nur einem höheren Krankheitsrisiko ausgesetzt. Viele Menschen, die neunerhaus unterstützt, berichten von Beschämung, Stigmatisierung und Diskriminierungserfahrungen in Gesundheitseinrichtungen. Sie haben das Vertrauen ins reguläre Gesundheitssystem verloren und meiden diese daher oftmals.

Obdachlosigkeit und Wohnungslosigkeit wirken sich unmittelbar auf die psychische und physische Gesundheit aus. Bestehende Krankheiten können sich verschlimmern. Krankheiten werden oft erst spät erkannt und solche, die leicht behandelbar wären, chronifizieren sich.

Gesundheit braucht ein stabiles Zuhause. Wer krank ist, braucht Ruhe und Privatsphäre sowie die Möglichkeit, Medikamente richtig zu lagern und regelmäßig und ausreichend zu essen.

Wer in Österreich nicht krankenversichert ist und krank wird, muss die medizinischen Leistungen selbst bezahlen. In einem akuten Notfall darf die medizinische Erstversorgung nicht verweigert werden. In einigen Fällen kann der Versicherungsstatus im Nachhinein geklärt werden, etwa wenn eine Pflichtversicherung bestanden hätte oder eine Mitversicherung möglich ist. Für viele Menschen ohne Krankenversicherung sind Behandlungskosten jedoch eine große finanzielle, aber auch psychische Belastung, da eine fehlende Krankenversicherung häufig mit einer prekären Einkommenssituation einhergeht.

Als neunerhaus das erste Wohnhaus eröffnete, stellte man schnell fest: Ein Dach über dem Kopf allein heilt nicht alle Wunden. Es braucht medizinische Versorgung, sozialarbeiterische Unterstützung und einen sensiblen Umgang, um das Leben von Menschen ohne feste Bleibe und ohne Krankenversicherung langfristig auf gesunde Beine zu stellen.

Eine Handvoll Ärzt*innen versorgte ab 2006 nicht nur Bewohner*innen im eigenen Wohnhaus, sondern konsultierte in Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe in ganz Wien. Seither haben wir das Angebot schrittweise ausgebaut.

Mit einer Spende oder einer (ehrenamtlichen) Mitarbeit bei neunerhaus.

Wer obdachlos ist, lebt unter gesundheitsschädigenden Umständen. Ein Leben auf der Straße macht krank. Umgekehrt kann eine Krankheit auch dazu führen, dass Menschen ihre Existenzgrundlage verlieren. Ein Leben auf der Straße beeinträchtigt immer die Gesundheit Betroffener. Die Lebenserwartung von obdachlosen Menschen in Österreich liegt 20 Jahre unter dem gesellschaftlichen Durchschnitt. (Quelle: Armutskonferenz)

neunerhaus versorgt obdach- und wohnungslose sowie nichtversicherte Menschen im neunerhaus Gesundheitszentrum, in Einrichtungen der Wiener Wohnungslosenhilfe und in den neunerhaus Wohnhäusern Kudlichgasse, Hagenmüllergasse und Billrothstraße.

Behandeln bedeutet mehr als medizinische Versorgung. Es bedeutet, wie wir Menschen begegnen. Wie wir miteinander umgehen. Wem wir helfen. Und bei wem wir wegschauen.

Selten geht es nur darum, eine Krankheit zu behandeln oder einen Verband zu wechseln: Wie kann der Alltag mit einer Wunde am Bein oder einer chronischen oder psychischen Erkrankung gelingen, wenn man auf der Straße lebt? Wie kann die Existenz gesichert und der Versicherungsstatus (wieder) erlangt werden? Ein sensibler und interdisziplinärer Umgang mit den Patient*innen und ihrer Lebensgeschichte stellt daher einen wesentlichen Beitrag zur Genesung und der nachhaltigen Verbesserung ihrer Lebensbedingungen dar. Am Anfang jeder Behandlung steht der Vertrauensaufbau zwischen den Patient*innen und unseren Kolleg*innen.

Viele Patient*innen berichten, dass sie bei neunerhaus zum ersten Mal das Gefühl hatten, dass ihnen zugehört wird und sie ernst genommen werden. So behandelt neunerhaus seine Patient*innen: Mit Respekt, mit Zeit und auf Augenhöhe.

Die Behandlung ist für die Patient*innen kostenlos. Mit deiner Spende unterstützt du die medizinische Versorgung von obdach- und wohnungslosen sowie nichtversicherten Menschen.

Ihre Spende wirkt dort, wo sie am meisten gebraucht wird: Um unsere Arbeit nachhaltig zu sichern sind wir auf Spenden angewiesen! Und jeder Euro macht einen Unterschied. Sie können beim Spenden gerne ein Thema auswählen, das Ihnen besonders am Herzen liegt. Auf eine formale Zweckwidmung einzelner Spendenbeträge verzichten wir jedoch, um den Verwaltungsaufwand gering zu halten. So fließt Ihre Spende direkt in die Arbeit von neunerhaus – genau dorthin, wo sie aktuell am dringendsten benötigt wird.